Rossmann fordert bei der PISA-Debatte mehr Schulsozialarbeit

Rossmann: „Noch mehr Anstrengungen und noch mehr Investitionen in Bildung notwendig“

„Der Ausbau der Schulsozialarbeit durch Bund und Länder muss zu einer der vorrangigen Aufgaben in der neuen Legislaturperiode werden.“ Diese Priorität stellte der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann für die SPD-Fraktion in dieser Woche im Bundestag heraus. Zu den Ergebnissen der PISA-Studie 2012 lobte er zwar die Fortschritte, die deutsche Schüler/-innen in den letzten 12 Jahren gemacht haben. Zugleich betonte er aber, dass angesichts dessen, dass wir in Deutschland immer noch keine Spitzenergebnisse erreichen, noch mehr Anstrengungen und noch mehr Investitionen in die Bildung notwendig sind, damit wir zur „Bildungsrepublik“ werden.

Rossmann nannte sieben Punkte, auf welche man sich in Zukunft konzentrieren sollte, um unser Bildungssystem noch besser zu machen. Damit die immer noch zu hohe Selektivität in deutschen Schulen abgebaut wird, schlägt der Bildungsexperte z.B. vor, die frühkindliche Bildung zu stärken, um Bildungsdefizite früh genug zu vermeiden, sowie die Ganztagsschulen auszubauen und ihre Qualitätsentwicklung zu begleiten.

Wichtig sei es auch, neue Akzente in der Bildungsforschung zu setzen, um z.B. die Kompetenzschwäche der Mädchen in der Mathematik und der Jungen beim Lesen aufzufangen. Diese war durch PISA 2012 belegt worden.

Grundsätzlich müsse auch die Lehrer- und Erzieherausbildung weiterentwickelt werden. Rossmann: „Hierzu wird die Große Koalition 500 Millionen des Bundes bereitstellen.“

Außerdem betonte der Bildungsexperte die Aufgabe, Migrantenkinder stärker zu fördern. Rossmann: „Hier macht PISA 2012 deutlich, dass Deutschland auch durch viele kluge Migrantenkinder im Durchschnitt besser geworden ist. Gleichzeitig gibt es aber auch eine andere Gruppe mit starkem Förderbedarf.“

Nicht zuletzt müssen die Ausbildungsbrücken im Sinne einer zweiten Chance für die Jugendlichen ausgebaut werden, die die Verlierer der PISA-Studie sind.

Der SPD-Politiker setzt bei diesem 7-Punkte-Katalog auf ein enges Zusammenwirken mit den Ländern und den Kommunen. Rossmann: „Ich bedauere nur, dass unser Koalitionspartner CDU/CSU die Abschaffung des Kooperationsverbotes immer noch blockiert und somit dem Bund viel Gestaltungsspielraum in den oben genannten Feldern raubt.“ Ebenso hätte sich der Abgeordnete durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes mehr Investitionen in die Bildung gewünscht. Rossmann: Hierfür wird die SPD beim Koalitionspartner weiter werben müssen.“

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Veröffentlicht in Berlin, Mein Thema: Bildung und Forschung, Pressebereich

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