Glyphosat-Streit: Jetzt lokal handeln!

MdB Rossmann fordert Kommunen zum konsequenten freiwilligen Verzicht auf

„Was der geschäftsführende Bundesagrarminister Schmidt gemacht hat, war eine große Umweltsünde und eine politische Sauerei.“ Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann verurteilt mit scharfen Worten das Vorgehen des CSU-Ministers, der nicht nur die guten Regeln der Politik, sondern auch die Bundeskanzlerin und das Kabinett insgesamt „durch seine CSU-gesteuerte Eigenmächtigkeit düpiert hat“. Rossmann: „In der Sache geht es doch auch nicht nur um die Frage Krebs oder nicht, sondern um die von keiner Seite aus bestrittene massive Zerstörung von Pflanzen und Insekten und damit letztlich auch der Vogelwelt.“ Statt eines klaren Ausstiegsplans würde es jetzt durch die deutsche Zustimmung zu einer weiteren Zulassung für mindestens fünf Jahre kommen. Rossmann: „Diese Entscheidung ist leider für Europa nicht mehr rückholbar und im nationalen Rahmen noch nicht geklärt und durchgesetzt.“

Für den SPD-Bundestagsabgeordneten ist es deshalb jetzt wichtig, dass nicht nur die bisherigen privaten Nutzer, sondern auch vor allen Dingen alle Behörden, Ämter und Institutionen auf kommunaler und auf Landes- und Bundesebene von sich aus auf diese Umweltgifte vollkommen verzichten. Rossmann: „Zwar kann hier im kleinen Bereich nicht vollkommen korrigiert werden, was für die Landwirtschaft im Großen leider noch weiter ungebremst möglich ist. Aber ein kleiner Beitrag zum Erhalt der natürlichen Vielfalt kann durch den freiwilligen Verzicht auch geleistet werden.“ Für diese freiwilligen Maßnahmen müssten die privaten und die öffentlichen Nutzer auch nicht erst auf entsprechende nationale Vorschriften warten, sondern könnten sofort von sich aus aktiv werden. Rossmann: „Das schließt die Landwirte mit ein, selbst wenn wir als Verbraucher oder als Steuerzahler dafür mehr Geld einsetzen müssen. Denn kein Landwirt ist gezwungen, Glyphosat anzuwenden.“ Aktuell produzieren neben dem amerikanischen Großkonzern Monsanto, der jetzt gerade von der Bayer AG übernommen wird, 40 weitere Hersteller glyphosathaltige Pflanzenvernichtungsmittel.

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Veröffentlicht in Berlin, Pressebereich

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