Rossmann: Grundschulen stärken. Stillstand führt zu Rückschritt

„Die aktuellen Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lesekompetenz-Untersuchung IGLU zeigen erneut auf, dass die Leistungsunterschiede an deutschen Schulen je nach sozialer Herkunft überproportional hoch sind“, teilt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. Während sich die durchschnittlichen Leseleistungen in den letzten 16 Jahren im Niveau nicht verändert haben, ist der Anteil von lesestarken Schülerinnen und Schülern genauso gestiegen wie der Anteil von leseschwachen. Die Schere ist weiter aufgegangen. Das wird auch im internationalen Vergleich sehr deutlich.

Rossmann sieht hier deshalb doppelten Handlungsbedarf für die Verbesserung der Maßnahmen zur Sprachförderung im vorschulischen und schulischen Bereich: „Wir brauchen einen qualitativen Ausbau der frühkindlichen Bildung und speziell der Sprachförderung, gezieltere individuelle Förderung in der Grundschule, mehr lese-didaktische und diagnostische Kompetenzentwicklung in der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte und mehr Stärkung der Elternhäuser durch mehr Eltern-Kind-Zentren und Elternarbeit in der Schule. Und wir brauchen mehr Schulsozialarbeit und eine flächendeckende Ganztagsbetreuung an Grundschulen, damit Kinder mit Leseschwächen gezielt gefördert werden können“, so Rossmann.

Rossmann sieht deshalb die von der SPD geforderte Nationale Bildungsallianz von Bund, Ländern und Kommunen als längst überfällig. Mit der Bildungsrepublik Deutschland müsse jetzt endlich ernst gemacht werden. Dafür sei die Abschaffung des Kooperationsverbotes unabdingbar, nachdem der Bund die Länder in der Schulpolitik nicht finanziell unterstützen darf.

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Veröffentlicht in Berlin, Pressebereich

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