Neue Perspektiven für Menschen

SPD-Vertreter im Gespräch mit der Bundesagentur für Arbeit werben für Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen

Die Kerndaten auf dem Arbeitsmarkt in Pinneberg sind so gut wie lange nicht. Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit in Elmshorn, konnte den SPD-Abgeordneten aus Bund, Land und Kreis kürzlich bei dem traditionellen Jahresgespräch der Arbeitsagentur mit der SPD weiter sinkende Zahlen von Arbeitslosen im Kreis Pinneberg bei der Agentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter vermelden. So gibt es weiterhin einen Zuwachs an gemeldeten offenen Stellen und auch ein Wachstum in der Beschäftigungsquote im Kreis Pinneberg. Auch bei den Langzeitarbeitslosen ist ein Rückgang zu verzeichnen, der sich vor allem auf Menschen deutscher Staatsangehörigkeit, auf Ältere und auf solche mit Berufsabschluss bezieht. Thomas Kenntemich: „Das Risiko arbeitslos zu werden, ist dabei für Ungelernte erheblich größer als für ausgebildete Arbeitnehmer. Eine gute Qualifikation bleibt auch bei der derzeitigen Hochkonjunktur der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und späterer Altersarmut. Arbeitsagentur und Jobcenter unterstützen Erwachsene ohne Berufsabschluss in vielen Fällen beim Nachholen einer betrieblichen Ausbildung.“

Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann stellte hierzu den neuen ganzheitlichen Ansatz im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD zur Diskussion, mit dem Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen vorangetrieben werden soll. Die Teilnahme am Arbeitsmarkt soll dabei sowohl auf dem ersten Arbeitsmarkt als auch auf dem sozialen Arbeitsmarkt zum Beispiel durch Kostenzuschüsse erfolgen. Das schließe Arbeitgeber der freien Wirtschaft, gemeinnützige Einrichtungen und Kommunen ein. Rossmann: „Wir stellen uns dabei eine Beteiligung von bis zu 150.000 Menschen im Jahr vor. Der Zuschuss bei diesen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen im sozialen Arbeitsmarkt soll sich am Mindestlohn orientieren.“ Als Finanzierung stehen 4 Milliarden € im Zeitraum 2018-2021 zur Verfügung.

Sorgen machte dem Chef der Arbeitsagentur in Elmshorn und den SPD-Politikern die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Hier sind stagnierende Zahlen der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zu verzeichnen. Angesichts des Fachkräftebedarfs in der Zukunft sei es umso wichtiger, dass gerade jetzt alle Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten genutzt werden, um sich auf den zukünftigen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Rossmann: „Hierzu muss jetzt vor allen Dingen die Weiterbildungsberatung ausgebaut werden, indem es hier einen Rechtsanspruch gibt. Auch müssen die Betriebsräte ein verbessertes Initiativrecht für Weiterbildung bekommen.“

Die SPD-Vertreter zeigten keinerlei Verständnis für Arbeitgeber, die sich der stärkeren Beteiligung der Betriebsräte widersetzen. Rossmann: „Das ist doch absolut kurzsichtig, weil die Weiterbildung doch gerade auch im betrieblichen Interesse für die Zukunftssicherung ausgebaut werden muss.“

Rossmann informiertSCHMAL

Getagged mit: , , , , , , , , , , , , ,
Veröffentlicht in Berlin, Pressebereich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*