„Der Azubi-Mindestlohn ist ein Vorteil für alle und stärkt die duale Ausbildung“

Rossmann (SPD) warnt davor, die Mindestvergütung schlecht zu reden

 „Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit und der Wertschätzung von beruflicher Ausbildung, sondern stärkt auch das duale Ausbildungssystem.“ Diese Auffassung vertritt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bildungsausschusses des Deutschen Bundestages Ernst Dieter Rossmann mit großem Nachdruck.

Rossmann: „Es ist sehr bedauerlich, wenn jetzt die gleiche Debatte, die schon zur Verhinderung des gesetzlichen Mindestlohnes ohne realen Hintergrund und ohne Erfolg geführt worden ist, bei der Berufsausbildung erneut bemüht wird.“ Eine zu große Spreizung bei den Ausbildungsvergütungen und eine absolut unzureichende Vergütung in manchen Bereichen dürften nicht weiter hingenommen werden. „Wir wollen schließlich zusammen alle interessierten jungen Menschen für  die duale Ausbildung motivieren und sie auch in dieser Ausbildung halten. Die Ausbildungsvergütung ist hier durchaus ein wichtiges Argument. Das haben doch auch die Arbeitgeber erkannt, die nicht zuletzt aus diesen Gründen die Ausbildungsvergütung in den letzten Jahren in vielen Bereichen angepasst und erhöht haben.“ Eine Mindestausbildungsvergütung würde dieses positive Engagement von Unternehmen gar nicht berühren. Ganz im Gegenteil könnten die Unternehmen mit fairen und guten Ausbildungsvergütungen auch gegenüber einer akademischen Ausbildung ausdrücklich werben und sollten dies auch tun.

„Was aber nicht gehMindestausbildungvergütung-2.0t ist, dass auch bei den Ausbildungsvergütungen ein Dumping betrieben wird, das am Ende allen Beteiligten schadet“, so der Abgeordnete. Die SPD fordert deshalb auf der Basis eines Urteils des Bundesarbeitsgerichtes als Mindestausbildungsvergütung 80 % der durchschnittlichen Tarifleistungen. Rossmann: „Solange nicht alle Auszubildenden unter dem Schutz starker Tarifverträge stehen, ist die Mindestvergütung für uns eine Brücke.“ Auch wirbt die SPD dafür, die Mindestausbildungsvergütung an die Tarifleistungen, und nicht an das BAföG zu binden. Rossmann: „Auszubildende sind keine Schüler, sondern Teil des Betriebspersonals in den Betrieben, und ihre Vergütung ist keine Sozialleistung, sondern eine Anerkennung für geleistete Arbeit in Ausbildung.“

Rossmann hofft jetzt darauf, dass es in den Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD zu einem Kompromiss kommt, der auch zur Stärkung der beruflichen Bildung und speziell des Dualen Systems beiträgt. Rossmann: „Je mehr die Unternehmen darauf bestehen, auch Billigstvergütungen unter allen Umständen zu rechtfertigen, umso mehr schaden sie dem Ansehen der beruflichen Bildung. Daran kann aber doch niemand ein Interesse haben.“

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Veröffentlicht in Berlin, Pressebereich, Wahlkreis

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