Elmshorn soll Fairtrade-Stadt bleiben

MdB Ernst Dieter Rossmann anlässlich der „Fairen Woche 2019“ bei TOP 21

Alljährlich findet in der zweiten Septemberhälfte bundesweit die „Faire Woche“ statt, um Bewusstsein für den Fairen Handel zu schaffen. Schirmherr ist Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller. Das Motto dieses Jahr lautet „Gleiche Chancen durch Fairen Handel“. Mehr als 2000 Veranstaltungen werden in Deutschland durchgeführt.

In Elmshorn ist der Weltladen TOP 21 aktiv dabei, unter anderem mit der Beteiligung an Projekttagen an mehreren Schulen. Zudem präsentiert TOP 21 den fair gehandelten „Kaffee Ahoi“, der klimafreundlich mit dem Segelschiff aus Nicaragua nach Europa gebracht wurde und im Weltladen TOP 21 erhältlich ist.

Aus Anlass der „Fairen Woche“ besuchten der Elmshorner Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) und die SPD-Kommunalpolitikerin Monika Czemper, die auch Mitglied der Steuerungsgruppe Fair Trade Town in Elmshorn ist, den Weltladen TOP 21. Ein Thema war der von Entwicklungsminister Müller auf den Weg gebrachte „Grüne Knopf“, der als Siegel für öko-faire Textilien dienen soll. Zum Start haben sich 27 Unternehmen der Initiative angeschlossen, die eine Vielzahl von Kriterien müssen, um ihre Artikel mit dem „Grünen Knopf“ versehen zu dürfen. Vom Weltladen TOP 21 wie auch von Rossmann und Czemper wurde die Initiative als wichtiger Schritt angesehen. Es ist zu wünschen, dass auch in Elmshorn und dem Kreis Pinneberg sich Modehäuser daran beteiligen.

Klar sprechen sich Rossmann und Czemper dafür aus, dass sich Elmshorn wieder „Fairtrade-Town“ bewirbt. Im September 2017 hatte die Kommune den Titel erhalten, alle zwei Jahre muss die Bewerbung erneuert werden. Albert Röhl von TOP 21, der auch Sprecher der Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe ist, berichtete über den Stand der Dinge. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass Fairtrade in der Kommunikation der Stadt eine stärkere Rolle spielen sollte und dass der Ausbau der öko-fairen Beschaffung durch die Öffentliche Hand selbstverständlich werden muss.

Angesprochen wurde zudem, dass es in Sachen Fairer Handel eine Reihe von positiven Entwicklungen in der Stadt gibt. So hat der in Elmshorn ansässige Pralinen-Hersteller Wiebold sich der „Fairtrade Kakao“-Initiative angeschlossen. Die Elsa-Brändström-Schule befindet sich im Bewerbungsverfahren zur „Fairtrade-School“. Die KGSE betreibt in Kooperation mit TOP 21 einen mobilen Schüler-Weltladen. Außerdem wollen die Friedenskirchen- und die Eimaus-Gemeinde „Öko-Faire Gemeinde“ werden, sie nehmen an einem entsprechenden Programm der Nordkirche teil. Die Familienbildungsstätte und die VHS behandeln die Thematik in ihren Programmen.

Abschließend lobten Rossmann und Czemper die vielfältige Bildungsarbeit von TOP 21 – und versprachen zudem, sich auch innerhalb ihrer Partei für die stärkere Verwendung von Fairtrade-Produkten einzusetzen.

ED Rossmann_September 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Bundestagsabgeordneter Dr. Rossmann (links) im Weltladen TOP 21, mit Ursula und Albert Röhl von TOP 21 (Mitte) und Monika Czemper, SPD Elmshorn und Mitglied der Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe Elmshorn.

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