Kommentar zum „Bildungsmonitor 2019“

Dr. Ernst Dieter Rossmann, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, kommentiert für die dpa den am 15. August 2019 vorgestellten Bildungsmonitor 2019 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft:

„Das Bildungsmonitoring ist einmal mehr der kritische Spiegel für die Entwicklung im deutschen Bildungswesen, den wir in den Kommunen, den Ländern und im Bund brauchen. Das Monitoring ergänzt den nationalen Bildungsbericht und gibt sinnvolle Hinweise insbesondere aus Sicht der Wirtschaft. Die Komplexität von 93 Indikatoren aus allen Bereichen des Bildungsgeschehens verlangt nach Differenzierung. Stark vereinfachende Ranglisten von Bundesländern werden dem selbstgestellten Anspruch des Bildungsmonitors nicht gerecht. Umso wichtiger sind für die weitere politische Arbeit die grundsätzlichen Aussagen zur zukünftigen Schwerpunktbildung: Priorität für eine optimale frühkindliche Bildung für alle Kinder, qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen sowie die Stärkung der beruflichen Bildung. Der Anstieg der Schulabbrecherquote von 5,7 auf 6,3 Prozent ist eine besondere Herausforderung und zugleich ein Warnsignal. Alle Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen müssen jetzt eine genaue Ursachenanalyse vornehmen und schnell eine gemeinsame Strategie entwickeln, damit sich dieser Anstieg nicht fortsetzt.“

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Veröffentlicht in Berlin, Pressebereich

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