EIN BILDUNGSPOLITIKER AN DER UNI

Dr. Ernst-Dieter Rossmann steht Bamberger Studierenden Rede und Antwort – Bericht aus der Studierendenzeitschrift „Ottfried.“ der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Dr. Ernst-Dieter Rossmann (MdB), Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, hielt am 2. November 2016 in der Feki einen Vortrag über „Bildungs(un)gerechtigkeit an Hochschulen“ und stellte sich in einer anschließenden Diskussion den Fragen des Publikums.

Von Oliver Steffens

Dr. Ernst-Dieter Rossmann, Foto: Ben Kohz

Dr. Ernst-Dieter Rossmann, Foto: Ben Kohz

Zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte der Arbeitskreis Politikwissenschaft zusammen mit der „Bamberg Graduate School of Social Sciences“ unter Prof. Dr. Saalfeld, unterstützt wurden sie dabei vom Bamberger Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz. MdB Rossmann sprach über die Ungerechtigkeit zwischen Geschlechtern und die Herausforderungen eines Studiums mit Familie, nach längerer Berufstätigkeit oder als Angehöriger bildungsferner Schichten, betonte jedoch gleichzeitig, dass Chancengleichheit keine Ergebnisgleichheit darstelle. Durch die Abschaffung der Studiengebühren und die Dynamisierung des BAföG habe der Bund zumindest finanzielle Hürden abgebaut. Mit der Exzellenzinitiative sei ein Schritt unternommen worden, die Forschung wieder an die Universitäten zurückzuholen und den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken, so Rossmann. Zum Thema Drittmittelfinanzierung äußerte er sich eher zurückhaltend, es dürfe keine Abhängigkeit der Forschung von der Wirtschaft entstehen, eine konstruktive Zusammenarbeit sei jedoch notwendig und sogar wünschenswert.

Auf das Reichweitenproblem des Bamberger Semestertickets angesprochen leitete Dr. Rossmann die Verantwortung an die entsprechenden Politiker auf Landes- und Kommunalebene weiter und verwies auf die eingeschränkte Handlungsfähigkeit des Bundes in dieser Sache.

Der studierte Psychologe und Sportwissenschaftler sieht die Bildungspolitik als eine Art „Lebensaufgabe“ und zeigt sich vor allem der europäischen Hochschulidee sehr verbunden, weshalb ihm die geringe Beteiligung an Hochschulwahlen durchaus Sorgen mache. Lösungen für ein so tiefgreifendes Problem müssen nach seiner Auffassung aber sicherlich zunächst an den Hochschulen selbst gefunden werden.

(Quelle: Ottfried.)

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Veröffentlicht in Mein Thema: Bildung und Forschung

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