„Das ist ein großer Schritt voran!“ – Rossmann sieht den Digitalpakt für die Schulen jetzt auf einem guten Weg.

Tablet in der Schule„Angesichts dessen, dass die Städte und Gemeinden wie jetzt Elmshorn, aber auch Pinneberg und Wedel bis hin zu den kleineren Gemeinden jetzt Medienentwicklungspläne zur Ertüchtigung ihrer Schulen erarbeiten und schon vorlegen, sind die jüngsten Einigungen der Parteien im Bundestag für mehr Bildungskooperation im Grundgesetz jetzt ein wirklich gutes Zeichen.“ Das sagt der Vorsitzende des Bildungsausschusses des deutschen Bundestages, Ernst Dieter Rossmann. „Nach den vollmundigen Versprechungen der früheren Ministerin vor zwei Jahren ist schon viel zu lange Zeit ins Land gegangen, um endlich das Fünf-Milliarden-Programm des Bundes und die dafür notwendige Änderung des Grundgesetzes durch den Bundestag und den Bundesrat zu bringen.“ Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagabgeordnete begrüßt  jedenfalls mit Nachdruck das absehbare Ende des „leidigen Verfassungspokers.“ Das Grundgesetz müsse jetzt mit Zweidrittel-Mehrheit noch in diesem Jahr so verändert werden, dass die Gelder nun auch wirklich in 2019 in einer ersten Tranche des Fünfjahresprogramms bis 1923 verwendet werden können. „Die Städte und Gemeinden warten darauf und sind auf diese Bundeszuschüsse bei ihren Investitionen auch dringend angewiesen“, so Rossmann. So will z.B. Elmshorn als die größte Stadt des Kreises für seine zwölf Schulen insgesamt 3,7 Millionen Euro investieren und dabei mit einer Million schon im Jahr 2019 einsteigen.

Mit den jüngsten Kompromissen, die auch die Förderung von „unmittelbaren Kosten der Länder und Gemeinden“ bei der Durchführung von Investitionen in die Bildungsinfrastruktur vorsehen, wird es auch möglich sein, bei der Einführung der neuen digitalen Technologie nicht nur in technische Infrastruktur und Geräte, sondern in sehr gezielter Weise auch in die „Köpfe“ zu investieren. Rossmann: „Das kann eine gute Hilfe werden, um die neuen Lernmöglichkeiten an den Schulen zügig ins Laufen zu bringen.“

Für den Abgeordneten bleibt es dabei ist wichtig, dass nicht nur der Bund und die Kommunen ihre Verantwortung wahrnehmen, sondern auch die Länder über die zehn Prozent hinaus, die sie zu dem Fünf-Milliarden-Programm des Bundes jetzt beisteuern wollen, jetzt noch stärker aktiv werden. Rossmann: „Experten gehen davon aus, dass es für eine Grundschule in Zukunft jährlich rund  40000 und für eine weiterführende Schule jährlich rund 250000 Euro Gesamtbedarf an neuer Investition und Pflege und Betrieb geben wird. Hier ist dann ganz entscheidend auch das Land gefordert, wenn die Kommunen mit dieser Riesenaufgabe fertig werden sollen. Die Verantwortung des Landes geht hier auf Dauer auch über die Lehrerqualifizierung hinaus.“

Einzelheiten der Förderung durch den Bund sollen jetzt mit einer Bund-Länder-Vereinbarung festgelegt werden, die am 6. Dezember unterzeichnet werden soll. Der SPD-Bildungsexperte erwartet, dass darin dann auch Mittel für die Förderung von Endgeräten verankert sind. Verhandlungsstand ist hier, dass die Schulen jeweils bis zu  25 000 Euro für Laptops, Notebooks und Tabletts erhalten sollen, die an die jeweiligen Schulen gebunden bleiben. Rossmann: „Ich halte es auch aus Gründen der Chancengleichheit und der sozialen Gerechtigkeit für wichtig, nicht nur auf die Eigengeräte der jeweiligen Schüler zu setzen, sondern hier auch eine Geräteausstattung an den Schulen selbst zu haben.“

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht in Pressebereich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*