„Aufklären und Aufräumen“

 Baumann und Rossmann treffen Uetersener Bertini-Preisträger

Uetersens SPD-Vorsitzende Heike Baumann und MdB Dr. Ernst Dieter Rossmann (Mitte) infomierten sich über das Projekt der LMG-Schüler Florian Steig, Christopher Babecki, Arvid Maiwald und Alexander Bleck (v.l.n.r.). Ebenfalls an der Recherche beteiligt waren Julian Landmann, Batuhan Almaz und Christoph Meinel.

Uetersens SPD-Vorsitzende Heike Baumann und MdB Dr. Ernst Dieter Rossmann (Mitte) infomierten sich über das Projekt der LMG-Schüler Florian Steig, Christopher Babecki, Arvid Maiwald und Alexander Bleck (v.l.n.r.). Ebenfalls an der Recherche beteiligt waren Julian Landmann, Batuhan Almaz und Christoph Meinel.

„Da ist ein großes Lob fällig. Sowohl für das ausgezeichnete Projekt als auch für die Arbeit der Schule im Bereich der Regionalgeschichte.“ Mit diesen Worten gratulierte der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt den Schülern des Uetersener Ludwig-Meyn-Gymnasiums, die vor kurzem in Hamburg mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet worden waren.

Gemeinsam mit der örtlichen SPD-Chefin Heike Baumann besuchte Rossmann die Schüler im LMG, um sich über ihr Projekt und seine Hintergründe zu informieren. Ausgangspunkt der später preisgekrönten Recherche von Arvid Maiwald, Batuhan Almaz, Florian Steig, Alexander Bleck und Christopher Babecki war eine Schulaufgabe in der von Lehrer Dr. Sönke Zankel geleiteten AG Regionalgeschichte. „Es ging darum, ob die aus der NS-Zeit stammende Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers in Uetersen jemals aufgehoben wurde“, erklärt Christoper Babecki die Fragestellung. Am Ende der Nachforschungen standen schließlich die Feststellung, dass sich dies nicht mehr sicher ermitteln lässt, ein daraufhin nachgeholter Beschluss hierüber durch die örtliche Ratsversammlung – und die Botschaft an die Kommunalpolitik, noch einmal über die Gründung eines Stadtarchivs nachzudenken. „Wir haben im Heimatmuseum recherchiert, das Archiv der Uetersener Nachrichten durchforstet und mit Zeitzeugen und ehemaligen Kommunalpolitikern wie Alt-Bürgermeister Waldemar Dudda gesprochen, aber leider lässt sich das entsprechende Datenmaterial nicht finden“, schilderten die Schüler ihre Bemühungen. Die aktuelle Ratsentscheidung war also der einzige Weg, die Aufhebung der Entscheidung über den Entzug der Ehrenbürgerschaft sicherzustellen.

Mit der Video-Dokumentation über ihrer Ehrenbürgerschafts-Initiative waren die Schüler bereits das zweite LMG-Projekt, das einen Bertinipreis erhalten hat. „Auch im vergangenen Jahr waren Mitschüler aus der AG Regionalgeschichte erfolgreich“, berichteten die jungen Preisträger. „Wir finden es gut, dass es an unserer Schule schon so etwas wie eine Tradition in der Erforschung bei der Teilnahme am Bertini-Preis gibt.“

Auch bei der SPD-Ortsvorsitzenden Heike Baumann findet die Arbeit der Arbeitsgruppe Lob und Unterstützung. „Mit unserer seit 2010 sehr aktiven SPD-Geschichtswerkstatt arbeiten wir ja an vergleichbaren Fragen“, machte die Kommunalpolitikerin deutlich und ermunterte die Schüler mit ihrem Engagement weiterzumachen: „Der jetzt erfolgte Beschluss der Ratsversammlung zeigt, dass es sich lohnt hartnäckig an solchen wichtigen Fragen dranzubleiben.“

Für die Schüler ist das Projekt zwar abgeschlossen, eine wichtige Erkenntnis aber haben sie auf jeden Fall gewonnen. „Wir haben gelernt, alles kritisch zu hinterfragen“, bringt Arvid Maiwald es auf den Punkt.

Das Video:

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