„Bravo, Barbara Hendricks!“

 Rossmann (SPD) fordert Ausstiegsstrategie für Glyphosat

Die SPD-Minister in der Bundesregierung wollen die Strategie des Bundeslandwirtschaftsministers  für das Unkrautmittel Glyphosat nicht mittragen. Das teilt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann mit. „Aller Voraussicht nach hat das die Enthaltung Deutschlands bei der Abstimmung auf der EU-Ebene in der kommenden Woche zur Folge“, macht Rossmann deutlich.

Innerhalb der Bundesregierung dringt vor allem CSU-Agrarminister Christian Schmidt darauf, das Unkrautvernichtungsmittel, dessen Genehmigung ausläuft, weiter für den uneingeschränkten Einsatz zuzulassen. „SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat jetzt noch einmal deutlich gemacht, dass sie und ihre Kabinettskollegen von der SPD dieser Strategie nicht zustimmen werden. Dafür hat sie ein echtes ‚Bravo‘ verdient“, freut sich MdB Rossmann. Der Sozialdemokrat hatte sich schon länger entschieden gegen die Neuzulassung des unter anderem unter dem Namen „Roundup“ vertriebenen Präparats eingesetzt und auch in seiner Bundestagsfraktion für diese Position geworben. Rossmann hatte sich dabei nicht nur auf die Warnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO bezogen, die das Mittel verdächtigt Krebs auszulösen, sondern auch auf die unbestrittenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt aufmerksam gemacht. Rossmann: „Gerade, was die Artenvielfalt angeht, ist Glyphosat hochproblematisch.“

Bislang ist unklar, ob sich in Brüssel auch ohne Deutschlands Zustimmung eine Mehrheit für die Neuzulassung für weitere neun Jahre finden wird, wie sie die EU-Kommission vorgeschlagen hat. „Besonders enttäuschend am Vorschlag der Kommission ist, dass die vom EU-Parlament vorgeschlagenen Einschränkungen wie das Verbot des Einsatzes auf Kinderspielplätzen oder in öffentlichen Parkanlagen völlig missachtet worden sind. Statt eines Ausstiegsszenarios will die Kommission nur ein ‚Weiter so‘“, ärgert sich Rossmann.

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