„Dobrindt rangiert auf dünnem Eis“

Nach Fehmarnbelt-Einwendungen: Rossmann macht Druck für Drittes Gleis

Angesichts der hohen Zahl der Einwendungen gegen die geplante Fehmarnbelt-Querung mahnt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann erneut die Aufnahme des Dritten Gleises zwischen Hamburg und Elmshorn in den Bundesverkehrswegeplan an. „Bei 9000 Einsprüchen und der sicheren Folge von Klagen bis in die letzte Instanz gegen das Belt-Projekt müssen sich alle ernsthaft fragen: Wie sicher ist es wirklich, dass die Fehmarnbeltquerung kommt? Und wenn sie kommt – wann wird das sein?“, macht der Politiker deutlich. Rossmann selbst geht nach den Erfahrungen mit dem Bau solcher Großprojekte und den juristischen Verfahrensabläufen davon aus, dass es hier zu deutlichen Verzögerungen kommen wird. Rossmann: „Die angekündigte Fertigstellung im Jahr 2020 halte ich für absolut unrealistisch.“

Die Entlastung des Schienenenpasses durch die Beltquerung sei aber das wichtigste Argument von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gegen die Maßnahme im Kreis Pinneberg. „Eigentlich müssten angesichts der jetzt veröffentlichten Zahlen in seinem Ministerium die Alarmglocken klingeln. Wenn er nicht dauerhaft auf dünnem Eis rangieren will, muss Dobrindt jetzt die Weichen für eine belastbare überregionale Schieneninfrastruktur stellen und die verschränkte Dreigleisigkeit zwischen Hamburg und Elmshorn auf den Weg bringen.“

Bis zur Entscheidung über den Bundesverkehrswegeplan im Bundestag gebe es noch ein Zeitfenster von wenigen Monaten, in dem nachgebessert werden könne. „Der Schienenengpass wirkt über die deutschen Grenzen nach Dänemark und beeinträchtigt die innerdeutschen Verbindungen in den Westen und Nordwesten Schleswig-Holsteins. Hier sind der Bund und das Dobrindt-Ministerium in der Pflicht“, betont Rossmann.

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