Endlich mehr Geld und Anerkennung für die Dozenten/-innen bei den Integrationskur-sen

„Das Bohren dicker Bretter hat sich gelohnt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat heute grünes Licht gegeben für eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte bei den Integrationskursen“, freut sich der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. Der Kostenerstattungssatz soll danach auf 4 € pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit steigen. Das Bundesinnenministerium wird aufgefordert, eine Mindestvergütung von 35 € pro Unterrichtseinheit für die Honorarkräfte zu garantieren und gegebenenfalls auch Sanktionen zu ergreifen, wenn die Mindestvergütung nicht eingehalten wird. Rossmann: „Gerade diese Verbindlichkeit ist für die Betroffenen sehr wichtig.“

Rossmann setzt sich als Bundesbildungspolitiker und vor allem auch als Vorsitzender des Deutschen Volkshochschulverbandes seit langem dafür ein, dass die Lehrkräfte in den Integrationskursen angemessen vergütet werden. Rossmann: „Die Dozentinnen und Dozenten leisten einen zentralen Beitrag zum Gelingen der Integration.“ Über 31.000 solcher Lehrkräfte wurden seit 2005 in Deutschland zugelassen und über 1,3 Millionen Menschen wurden von ihnen unterrichtet, davon über 35.000 in Schleswig-Holstein. Allein im Jahr 2015 gab es rund 5.500 neue Zulassungen. Rossmann: „Leider geht aktuell nur ein sehr kleiner Teil von geschätzten 10% bis 15% auch tatsächlich als Lehrkraft in die Sprachkurse. Das hat vor allen Dingen etwas mit der unanständig schlechten Bezahlung zu tun, die gegen alle bessere Erkenntnis über die letzten Jahre hingenommen wurde.“

Mit der aktuell noch geltenden Mindeststundenvergütung von 23 Euro kommen die freiberuflichen Lehrkräfte auf ein monatliches Bruttogehalt zwischen 1.800 und 2.300 Euro, aus dem allerdings noch alle Sozialversicherungen und auch Ausfallzeiten selbst zu erbringen sind. Manche Lehrkräfte mit Familie müssen deshalb mit Arbeitslosengeld II aufstocken. Es sei jetzt den Betroffenen, den Gewerkschaften, den Verbänden, den Volkshochschulen, der SPD und am Ende dem Haushaltsausschuss des Bundestages zu verdanken, dass dieses nicht länger hingenommen werden soll, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Mit dem Mindesthonorar von 35 Euro pro Unterrichtseinheit könne ein Brutto von ca. 3.500 bis 4.200 Euro erreicht werden. Rossmann: „ Das ist wirklich ein großer Schritt nach vorn.“ Für den Abgeordneten kommt es jetzt darauf an, dass dieser Beschluss des Haushaltsausschusses vom zuständigen Bundesinnenministerium und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) möglichst schnell umgesetzt wird. Rossmann: „Hier darf es jetzt keine weiteren Verzögerungen geben.“

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2 Kommentare zu “Endlich mehr Geld und Anerkennung für die Dozenten/-innen bei den Integrationskur-sen
  1. S. Kazulke sagt:

    Hallo Herr Rossmann,

    „Der Kostenerstattungssatz soll danach auf 4 € pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit steigen. Das Bundesinnenministerium wird aufgefordert, eine Mindestvergütung von 35 € pro Unterrichtseinheit für die Honorarkräfte zu garantieren“ – so weit, so gut.

    Dazu wüsste ich gerne konkret, WANN der Kostenerstattungssatz auf 4 € steigt und WANN die Mindestvergütung von 35 € pro Unterrichtseinheit für die Honorarkräfte erfolgen wird.

    Bitte um Info.

    Herzlichen Dank

    S. Kazulke, M.Ed.

    • Team Rossmann sagt:

      Das BAMF hat die Maßgabe vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bekommen, diese Mindestvergütung so schnell wie möglich zu garantieren.

      Es gibt aber kein konkretes Datum dafür.

      Team Rossmann

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