Rossmann hat Redebedarf zur „Dialogpost“

SPD-Abgeordneter setzt sich für kleine Vereine und Organisationen ein 

„Mit ‚Dialogpost‘ sind Sie ganz nah an Ihrem Kunden“ – so bewirbt der gelbe Riese sein Angebot für den Versand von Broschüren, Rundschreiben und Werbeaussendungen in größeren Mengen. Für kleinere Vereine und Organisationen ist der Nachfolger der „Infopost“ allerdings ein teures Vergnügen, berichtet der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Das Problem ist, dass mit der Umstellung zu Jahresbeginn die Mindesteinliefermenge von 50 Briefen auf 200 erhöht worden ist. Jeder dieser Briefe wird von der Post mit 28 Cent berechnet.“ Viele kleinere Vereine, Gruppierungen und Verbände hätten inzwischen gemerkt, dass sie jetzt deutlich mehr Geld für ihre Mitgliederpost bezahlen müssen. Ortsgliederung der Wohlfahrtsverbände seien davon ebenso betroffen wie kleinere Sportvereine oder Hilfsorganisationen.

In der Praxis würden die Vereine nun entweder die normale und erheblich teurere Briefpost nutzen oder für die Anzahl Briefe zahlen, die bis zur Mindestmenge fehlt. Rossmann: „Das ist für die Post leicht verdientes Geld. Für die ehrenamtlichen Organisationen mit geringem Etat sind es aber wichtige Euros, die für die Arbeit an anderer Stelle fehlen.“

Die Post müsse deshalb nachregeln, fordert der SPD-Politiker. „Die Mindesteinliefermenge kann nicht auf diesem hohen Level bleiben“, verlangt er. In einem Brief an den Leiter des Zentralbereichs Politik und Regulierungsmanagement bei der Deutschen Post, Dr. Rainer Wend, mahnt Rossmann zügige Änderung an. „Hier geht es auch darum, die Arbeitsstrukturen des Ehrenamts auf kommunaler Ebene zu schützen.“ Dass sich die Post bewegen könne, habe sie bei der „Dialogpost“ bereits bewiesen: Nachdem sich die Laufzeit der Sendungen zunächst erheblich ausgeweitet hatte,  sichert der Konzern seit Anfang September eine verbesserte Laufzeit von in der Regel vier Werktagen zu.

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