Vom Wildsperrzaun bis zur Widerlagerkammer: Rossmann-Praktikum bei der Straßenbauverwaltung  

Straßenbauverwaltung-PraktikumDr_Rossmann_LSW„Vor dem Hintergrund der diskutierten Neuordnung der Straßenbauverwaltungen von Bund und Ländern wollte ich mir einen Eindruck aus erster Hand über die Arbeit dieser Einrichtungen machen.“ So stellte sich Ernst Dieter Rossmann, Bundestagsabgeordneter der SPD für den Kreis Pinneberg, jetzt zum Praktikum bei der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn vor. Einen ganzen Arbeitstag hatte der Politiker „für die Straße“ eingeplant und kam dabei im Arbeitsgebiet der Einrichtung richtig herum.

Angeleitet von den Kollegen Thorsten Rück und Oliver Schmidt galt es unter anderem Wildsperrzäune zu überprüfen, die Sicherheit der neuen Störbrücke zu kontrollieren und den Lärmschutz an der A23 zu inspizieren. „Die Arbeiten der Straßenbauverwaltung umfassen eine beachtliche Bandbreite“, stellte „Praktikant Rossmann“ fest, der sich besonders von den verschiedenen Formen der Asphaltreparaturen beeindruckt zeigte. Auch von der räumlichen Ausdehnung kann sich der Zuständigkeitsbereich sehen lassen: Die Elmshorner sind für die Bundesautobahn A23 von Hamburg bis zum Nord-Ostsee-Kanal und die Landes- und Bundesstraßen im Kreis Pinneberg und Teilen des angrenzenden Kreises Steinburg zuständig.

Für Rossmann ging es dabei mit einer ganz praktischen Übung los: An einem Wildsperrzaun war im Rahmen einer Reparatur an einer Unfallstelle ein Drahtschnellverschluss anzuspannen – eine Tätigkeit, bei der Rossmann selbst Hand anlegen durfte. „Bei Schäden müssen die Zäune umgehend repariert werden, um die Verkehrssicherheit auf der Autobahn zu gewährleisten“, erläuterte Rück. „Das ist eine der wichtigen Sofortmaßnahmen, die wir leisten können und müssen“.

Eindruck machte auf den Politiker auch die neue Störbrücke im Zuge der A 23, bei der es um Betonkontrolle ging. „Ich habe mir den Umfang und die Größe so nicht vorgestellt“, staunte der „Praktikant“, der Begriffe wie Widerlagerkammer und Hohlkasten neu in seinen Sprachfundus aufnehmen konnte. „Und ich habe jetzt in etwa eine Vorstellung davon, was eine einfache Brückenbesichtigung nach DIN 1076 ist. Wenn ich künftig einmal an einer Brücke anhalte, werde ich automatisch anfangen nach Rissen am Pfeiler zu suchen“, schmunzelte Rossmann.

Neue Erkenntnisse brachte auch ein Stopp an der A 23 im Bereich der Anschlussstellen Strassenbauverwaltung-PraktikumRellingen und Halstenbek mit sich. „Der sechsspurige Ausbau der Autobahn ist hier nicht ohne Weiteres möglich, weil die Anliegergrundstücke gleich hinter der Lärmschutzwand liegen“, erfuhr der Abgeordnete, der auch einen Blick durch eine Fluchttür werfen durfte.

Im Fachgespräch in der Autobahnmeisterei, an dem auch Kai-Uwe Schacht, Leiter der Niederlassung Itzehoe des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, und Wiebke Tönsing als Leiterin der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn teilnahmen, bekräftigte der Abgeordnete, dass er wertvolle Eindrücke aus der Praxis mit nach Berlin nehme. Auch zu den Neuordnungsplänen von Bundesverkehrsminister Dobrindt für die Verwaltung nahm Rossmann Stellung und zeigte sich von den Plänen nicht überzeugt: „Ich kann bisher keinen Nutzen darin erkennen, eine funktionierende Einheit der Betreuung von Bundesfern- und Landesstraßen zu zerreißen und dann eine Extra-Behörde zu schaffen.“

 

BU:

Bild 1: Auch die Inspektion der Lärmschutzwände gehört zu den Aufgaben der Autobahnmeisterei. „Praktikant Rossmann“ durfte mitprüfen.

Bild 2: Rossmann mit seinen Anleitern Thorsten Rück und Oliver Schmidt

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