„Vorbildlich für andere Bundesländer“

 SPD-Bildungspolitiker Rossmann lobt Kieler Handlungsleitlinien für muslimische Schulkinder

„Was hier seitens des Bildungsministeriums als Regelwerk für den Schulbesuch muslimischer Kinder in Schleswig-Holstein erarbeitet worden ist, setzt wegweisende Maßstäbe für Integration und sollte in dieser Form auch von anderen Bundesländern übernommen werden.“ Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Ernst Dieter Rossmann sieht in den Handlungsleitlinien, die jetzt vom Kieler Bildungsministerium als siebenseitiges Rundschreiben an alle Schulen, Schulräte und Schulaufsichten im Land gegangen sind, jedenfalls ein klares, in die Zukunft führendes Regelwerk zur pädagogischen Integration.

Rossmann: „Grundlage hierfür sind die Prinzipien des Grundgesetzes und der Landesverfassung und der pädagogische Auftrag des öffentlichen Bildungswesens.“ Für alle Kinder gilt dabei ohne Unterschied, dass es  eine Teilnahmepflicht am Schwimm- und am Sexualkundeunterricht gibt und dass auch die Teilnahme an Klassenfahrten verpflichtend ist. Rossmann: „Wenn dieses jetzt noch einmal für alle verbindlich klargestellt wird, werden auch von vornherein alle Verunsicherungen und Unsicherheiten, soweit es eben geht, ausgeschaltet.“

Die große Mehrheit der Familien mit muslimischem Glauben in Schleswig-Holstein sei gut integriert, betont Rossmann. „Das gilt auch für die Schulkinder. Ziel muss auch sein, diese Kinder und ihre Eltern zu schützen, indem klare Regeln für den schulpraktischen Alltag festgelegt werden“, betont der Bildungsexperte.

Das Ziel einer Integration durch Bildung und die Eröffnung möglichst gleicher Bildungschancen für alle Kinder können nach Auffassung des Abgeordneten dadurch nur gewinnen. Der nächste Schritt müsse jetzt sein, dass solche klaren Regelungen, wie sie von der Küstenkoalition in Schleswig-Holstein getroffen worden seien, auch in allen anderen Bundesländern in gleicher Weise zum Tragen kommen. Rossmann: „Schleswig-Holstein hat hier gut vorgelegt. Je weniger Unterschiede es jetzt zwischen den Bundesländern gibt, umso weniger Verwirrung entsteht und umso klarer ist das gemeinsame Integrationsverständnis.“

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Ein Kommentar zu “„Vorbildlich für andere Bundesländer“
  1. Angelika Preuß sagt:

    Warum fehlt offensichtlich ein Link auf das “neue” Regelwerk. Integration. Mein Sohn war mit einem Türken befreundet und hat ihn mehrfach zum Geburtstag eingeladen. Jedesmal hat er zugesagt und ist dann nicht gekommen -durfte wohl nicht- obwohl es extra nur für ihn Spagetti und Tomatensoße gab. Das Problem ist doch das die unterschiedlichen Religionen sich nicht vertragen. Wenn wir die Relegion in die Tonne schmeißen könnten hätten wir keine Probleme mehr.

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