200 Tage im neuen Gebäude

DiakoniestationSPD-Politiker von Bund, Land und Stadt besuchten die neue Diakoniestation Uetersen.

„Ein Umzug war unumgänglich. Wir sind so gewachsen und jetzt haben wir sogar Platz um bei weiter steigender Nachfrage anzubauen“, freute sich die Leiterin der Diakoniestation Uetersen Maren Freundt im Gespräch mit dem Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten der SPD Dr. Ernst Dieter Rossmann, Landtagsabgeordneten Thomas Hölck und Dieter Schipler vom SPD-Ortsverein in Uetersen.

Anfang des Jahres ist die Diakoniestation in das neu für sie gebaute Gebäude im Tornescher Weg in Uetersen gezogen. Das 560 Quadratmeter große Gebäude beherbergt nicht nur die Verwaltung der Diakoniestation, sondern auch die Tagespflege, die aktuell für 16 Senioren Platz bietet. „Wir haben eine lange Warteliste und gerade deshalb ist es gut, dass wir auch noch Platz haben, um anzubauen“, erklärte Freundt. Auf dem Gelände findet sich außerdem Platz für den Kleinbus der Tagespflege und weitere 17 Fahrzeuge, die der Teil der 75 hauptamtlichen Angestellten in der ambulanten Pflege nutzen können, um zu den zu pflegenden Senioren zu kommen. Deren Arbeit wird jetzt wesentlich erleichtert durch die Umstellung auf das papierlose Arbeiten. „Es ist nicht nur einfacher für unsere Mitarbeiter, da sie ihre Touren direkt über das Handy abrufen können, aber auch für uns in der Station, da wir mehr Zeit haben für die Beratung.“, so Freundt.

Trotz der vielen positiven Dinge, gibt es momentan auch einige Knackpunkte, wie sowohl Maren Freundt als auch ihre Stellvertreterin Ruth Tobies im Gespräch mit den SPD-Politikern anmerkten. Einerseits bereitet ihnen der Fachkräftemangel Sorgen, weshalb beide nicht nur eine integrierte Ausbildung, also die Ausbildung zur Alten- und Krankenpflegerin, sondern auch eine begrenzte Bereichs-Akademisierung begrüßen. „Zur Leitung einer Pflegeeinrichtung braucht man einfach neben dem fachlichen Wissen auch ein breites betriebswirtschaftliches Verständnis, welches man durch ein Studium erlangt“, so Freundt. Am meisten beunruhigt beide jedoch die Einrichtung der Pflegeberufekammer als berufsständische Vertretung  aller Pflegefachkräfte der Alten-, Gesundheits-, Kranken und Kinderkrankenpflege. „Wir befürchten neben dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung ein weiteres Kontrollgremium, welches noch mehr Bürokratie, noch mehr Vorgaben und wieder finanzielle Abgaben fordert, bedeutet.“ Dr. Ernst Dieter Rossmann merkte jedoch an, dass das noch Zukunftsmusik sei und es in Schleswig-Holstein noch keine Erfahrung mit einer solchen Pflegekammer gäbe und diese auch durchaus zu eine Aufwertung des Berufes führen kann.

Als Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung, interessierte Rossmann auch die Meinung der zwei Leiterinnen zu der wachsenden Entwicklung von Pflegerobotern. „Sie können hilfreich sein, als Warnsystem beispielsweise wenn Demenzkranke das Haus verlassen, um bei der zugehörigen Pflegestation Alarm zu schlagen. Aber am Ende braucht der Beruf den Menschen und was zu dazu gehört. Streicheleinheiten, Empathie, Verständnis und Menschenliebe. Der Mensch braucht den Menschen zum Leben.“

Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht in Pressebereich, Wahlkreis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*