Eine Allianz für Meeresforschung schmieden

POGO 2017

Meeresforschung international: Auf Helgoland traf Ernst Dieter Rossmann Stipendiaten aus zehn Ländern und von drei Kontinenten.

Rossmann fordert nationale Initiative auf Helgoland

 Die deutsche Meeresforschung ist von höchster Leistungsfähigkeit und genießt auch international großes Ansehen und Attraktivität. Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und Sprecher für Forschung und Wissenschaft der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, fand diese Einschätzung bei seinem jüngsten Besuch auf Helgoland und bei der Biologischen Anstalt Helgoland einmal mehr bestätigt. Die Biologische Anstalt, die in diesem Jahr am 19. Mai ihr 125-jähriges Bestehen auf Helgoland feiert, gehört jetzt zum Alfred Wegener-Helmholtz-Zentrum in Bremerhaven.

Rossmann führte auf Helgoland nicht nur Gespräche mit dem Stationskoordinator für Helgoland, Andreas Schmidt, und Eva Brodte, die als Koordinatorin der Gastforschung des Alfred Wegener Instituts Helgoland und List auf Sylt tätig ist, sondern auch mit einer interessierten Gruppe von internationalen Stipendiaten der Meeresforschung. Die zehn Wissenschaftler kommen aus zehn Ländern Afrikas, Asiens und Südamerikas und werden für ein Jahr gefördert von der japanischen Nippon-Stiftung im Rahmen des Projekts „Partnership for Observation oft the Global Oceans“. Rossmann: „Ausstattung, Organisation und Forschungsschwerpunkte der deutschen Meeresforschung machen diese für die internationalen Forschungsnetzwerke sehr attraktiv. Die deutsche Meeresforschung stellt ohne Zweifel ein Pfund dar, mit dem Deutschland auch bei den großen Zukunftsaufgaben der Wissenschaft wie der Umwelt-, Meeres-, und Klimaforschung wuchern kann und muss. Es gibt hier mit Recht große Erwartungen an unser Land.“

Der SPD-Forschungspolitiker spricht sich deshalb auch nachdrücklich für eine Initiative verschiedener Meeresforschungseinrichtungen aus, eine „nationale Allianz der Meeresforschung“ zu begründen. Rossmann: „Das Ziel ist, insbesondere die Forschungseinrichtungen in den fünf norddeutschen Bundesländern noch weiter zu vernetzen und international sichtbar zu machen. Damit können dann Fragen wie der Schutz der Meeresküsten, die Bewältigung der Plastikverschmutzung in den Meeren oder der Umgang mit den biologischen Ressourcen der Meere noch zielgerichteter und energischer beforscht werden.“ Mittelfristig ist hier auch eine Verstärkung der Meeresforschung um zusätzlich 100 Millionen Euro als Budget für diese Forschungsallianz anzustreben. Rossmann: „Wenn die Wissenschaft hier noch mehr zusammenarbeitet und klare Schwerpunkte setzt, ist dieses Geld hervorragend angelegt und eine echte Zukunftsinvestition“. Nicht nur Helgoland, auch die anderen Meeresforschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein könnten wegen ihrer hohen Leistungsstärke in der Forschung hiervor unmittelbar profitieren.

Getagged mit: ,
Veröffentlicht in Pressebereich, Wahlkreis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*