Europa braucht einen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag

MdB Ernst Dieter Rossmann fordert mehr Weitblick in der Debatte um einen zusätzlichen Feiertag

„Das Europa der Zukunft braucht auch eine gemeinsamen gesetzlichen Feiertag und eine gemeinsame Hymne.“ Diese Forderung stellt der Kreis Pinneberger SPD–Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann mit Blick auf die Zukunftsdiskussion in der Europäischen Gemeinschaft, aber auch in der Diskussion zur Vereinheitlichung der Feiertage in Deutschland selbst. Die gegenwärtige Diskussion um die Feiertage in Deutschland leide sehr daran, dass „auf Krampf ein zusätzlicher freier Tag gefunden werden muss, aber keine gemeinsame Idee dahinter steht“, so der Abgeordnete. Rossmann: „Europa ist mit seinen Mitgliedstaaten mehr als eine technokratische Verwaltungsgemeinschaft, sondern muss auch seine Werte, seine Kultur und seine Geschichte zusammen weiter entwickeln. Dazu braucht es Emotionen, Symbole und Ereignisse, die grenzüberschreitend in ganz Europa zusammen gepflegt und gefeiert werden. Ein solcher gemeinsamer gesetzlicher Feiertag in ganz Europa gehört für die Zukunft der Europäischen Union unbedingt dazu.“

Der Abgeordnete erinnert daran, dass im Entwurf für den EU–Verfassungsvertag, den ein Verfassungskonvent seinerzeit ausgearbeitet hatte, ein solcher Tag zusammen mit weiteren Symbolen der Europäischen Union ausdrücklich aufgeführt war. Später wurde diese zukunftsweisende Idee im Vertrag von Lissabon leider wieder fallen gelassen. Rossmann: „Zu einem klaren Zukunftsbekenntnis zu Europa und seinem Zusammenwachsen in der globalen Welt von morgen gehören solche gemeinsamen grenzüberschreitenden Symbole aber einfach dazu, nicht anders als im nationalstaatlichen Rahmen. Der Tag der Deutschen Einheit hat uns dieses auch kürzlich für Deutschland erst wieder deutlich gemacht.“ Als gemeinsamen Anknüpfungspunkt kann sich der Abgeordnete hierfür z.B. den Tag vorstellen, an dem vor 60 Jahren die Römischen Verträge als Grundlage für das moderne Europa beschlossen worden sind. Rossmann: „Mein Wunsch ist, dass ein großes europäisches Jugendparlament hierzu einen Vorschlag erarbeitet, mit dem sich dann die politische Öffentlichkeit auseinandersetzen kann. Die Zeit ist jedenfalls reif dafür, dass sich das gemeinsame Europa emotional und politisch wieder stärker auf den Weg macht, notfalls auch im Streit, der dann aber die Suche nach der gemeinsamen Identität belebt und die Fronten klärt.“

Ermutigt sieht sich der Abgeordnete zu seinem Vorstoß auch durch den offiziellen Trauerakt für den verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl. Rossmann: „An diesen großen Europäer und Staatsmann ist durch seine europäischen und deutschen Freunde in einem würdevollen Trauerakt nicht umsonst in Straßburg am Sitz des Europaparlaments gedacht worden. Das sollte über den Tod hinaus Gemeinsamkeit schaffen und hat auch für die Zukunft Zeichen gesetzt. Ein solches Vermächtnis dürfen wir jetzt nicht einfach ignorieren, sondern müssen es aufnehmen und weiter entwickeln.“

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Ein Kommentar zu “Europa braucht einen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag
  1. Ergomosh sagt:

    Ja!
    Am besten den 8.Mai. Kriegsende und Mahnung gegen ein zerstrittenes Europa. Gleichzeitig der Beginn für ein gemeinsames Europa.

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