Fluglärm: Hamburg bewegt sich – Senator Horch antwortet auf Rossmann-Brief

 

Hamburg will Verstöße gegen die Betriebszeitenregelungen des Flughafens Fuhlsbüttel konsequent ahnden. Das hat der auch für den Verkehrsbereich zuständige Wirtschaftssenator Frank Horch dem Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann mitgeteilt.

„Horch ist sich mit der Umweltbehörde darüber einig, dass Regelverstößen immer nachzugehen ist. Die Umweltbehörde prüft deshalb jeden Fall, in dem die Zeitvorgaben nicht eingehalten werden. Selbstverschuldete Verspätungen haben nach seiner Darstellung dabei stets Ordnungswidrigkeitsverfahren und empfindliche Strafen zur Folge“, berichtet Rossmann. Der Abgeordnete hatte den Senator angeschrieben und gemahnt, bei den von Hamburger Seite angekündigten weiteren Maßnahmen zur Fluglärmvermeidung auch die Interessen der Betroffenen auf Schleswig-Holsteiner Seite zu berücksichtigen.

Horch weist nun darauf hin, dass sich die Neuregelungen der jüngsten Zeit bereits positiv auswirkten. „Beispielsweise wurde im März 2017 eine Empfehlung in das Luftfahrthandbuch aufgenommen, damit am Flughafen nicht mehr das sogenannte Flachstartverfahren angewendet wird“, schreibt der Senator an Rossmann. Die Piloten sollen die Triebwerksleistung dabei künftig nicht erst bei 1.000 Fuß (ca. 450 Meter Höhe) sondern erst bei 1.500 Fuß von Start auf Steigflug zurücknehmen. Diese Regelung habe aus rechtlichen Gründen zwar nicht verbindlich gemacht werden können, die Fughafengesellschaft berichte aber, dass viele Fluggesellschaften sie beachten. Ebenfalls im Luftfahrthandbuch ist seit August außerdem die Aufforderung an die Piloten niedergelegt, den Lärm durch das Anflugverfahren des „kontinuierlichen Sinkflugs“ zu mindern.

„Der Hamburger Senat macht tatsächlich den Eindruck,  um Problemlösung bemüht zu sein“, fasst Rossmann den Horch-Brief zusammen. „Das gilt insbesondere auch in Hinblick darauf, dass weitere Maßnahmen angekündigt sind.“ Hierauf gelte es jetzt ein waches Auge zu haben. „Horch weist verständlicherweise darauf hin, dass mehrere Seiten an der Erarbeitung des entsprechenden Katalogs beteiligt sind und Ergebnisse sich daher noch nicht vorweg nehmen lassen. Als Umland-Betroffene wissen wir allerdings auch, dass sich eigentlich nichts von selbst bewegt“, macht der SPD-Mann deutlich. Er werde deshalb weiter den Dialog mit den Hansestädtern suchen und gleichzeitig deutlich machen, dass die Lärmbelastung durch den Start- und Landeverkehr in Fuhlsbüttel weitere Maßnahmen auch dringend erforderlich macht. „Locker lassen kommt nicht infrage“, so Rossmann. „Hier ist auch die Landesregierung gefordert.“

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