Markttreff Heidgraben mit positiver Drei-Jahres-Bilanz

IMG_2798SPD fordert: Genossenschaftsmodelle erleichtern

 „Die ersten ein, zwei Jahre waren sehr schwer. Jetzt schreiben wir aber schwarze Zahlen“, freute sich der Leiter des MarktTreffs in Heidgraben, Manfred Langer, im Gespräch mit dem Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann, der sozialdemokratischen Europa-Abgeordneten für Schleswig-Holstein, Ulrike Rodust, und dem Heidgrabener SPD-Bürgermeister Ernst Heinrich Jürgensen.

Die Ursprünge der Einrichtung liegen indes noch länger zurück. Bereits 2010 wurde das Drei-Millionen-Euro-Projekt durch die Gemeinde beschlossen, 750 000 Euro kamen für die Realisierung durch Förderungen aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume, der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) und das Land Schleswig Holstein zusammen. Im Sommer 2014, nach einigem Ärger mit den unterschiedlichen Baufirmen, konnte der MarktTreff schließlich eröffnen. Unter anderem hatte es Probleme mit der Klimaanlage gegeben, und auch die Wohnung, die im selben Gebäude liegt, wurde erst mit Verzögerung fertig.

Mittlerweile ist der MarktTreff – eine von 38 derartigen Einrichtungen in Schleswig-Holstein – eine feste Adresse in Heidgraben und Umgebung. Europaabgeordnete Rodust freute sich über diese gute Entwicklung. „Es ist schön, wenn Projekte wie der Heidgrabener Marktreff für mehr Leben und neue Dynamik im Ort sorgen. Die Fördergelder aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes sollen ja für Maßnahmen genutzt werden, die unter anderem die Lebensqualität der Gesellschaft verbessern. in Heidgraben wurde das Geld genau richtig eingesetzt“, resümierte die Abgeordnete den Besuch.

Eine Besonderheit des Heidgrabener MarktTreffs ist die finanzielle Unterstützung durch eine Bürgergenossenschaft. Hierbei galt es jedoch anfangs etliche bürokratische Hürden zu nehmen. Mittlerweile allerdings kann der Zusammenschluss 180 Mitglieder vorweisen, die mit 100 bis maximal 10 000 Euro beteiligt sind. Rossmann: „Das ist vorbildlich. Wir müssen die Gründung von Genossenschaften deutlich erleichtern und mehr fördern.“

Im Gemeinderaum des MarktTreffs befindet sich seit Schuljahresbeginn die Mensa. In zwei Blöcken essen nun die Kinder der nahgelegenen Schule. Marktleiter Langer, der gelernter Koch ist, hat aber größere Pläne: „Bisher wird das Essen angeliefert. Mein Traum ist es, einen Teil des Lagers wegzunehmen, eine Küche hineinzubauen und jeden Tag frisch für die Kinder zu kochen.“

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