„Wahrschau! Rettet die Schiffs-Oldtimer“

Rossmann (SPD) will Dobrindt-Richtlinie verhindern

Versucht der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) das Regierungsvakuum während der Berliner Koalitionsgespräche zu nutzen, um die umstrittene Sicherheitsrichtlichtlinie für Traditionsschiffe fest zu zurren? Das befürchtet der Dachverband der Oldie-Skipper  GSHW. Nach einem Hilferuf der „Freunde des Ewers GLORIA e.V.“ aus Elmshorn hat sich der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt noch einmal eingeschaltet.

„Nach Informationen des Dachverbandes ist es so, dass Schmidt die Richtlinie noch in dieser Woche unterzeichnen will“, berichtet Rossmann. „Dabei hat sein Haus den Skippern, versprochen, Konsensgespräche zu führen, bevor Fakten geschaffen werden. Der erste Termin dafür sollte am 20. November sein.“ Wenn die Berichte stimmen, sei dies ein Skandal, findet der SPD-Mann. „Hier wird ein Stück norddeutsche Tradition abgewrackt. Und wenn die CSU-Minister glauben, das im Windschatten der Koalitionsgespräche durchziehen zu können, muss ihnen jetzt ein vielstimmiges ‚Veto‘ entgegenschallen!“

Der Abgeordnete erinnert daran, dass sich die norddeutschen Länder gegen die noch von Schmidts Vorgänger Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegte Richtlinie positioniert haben und auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete versucht hatten, das Verkehrsministerium zum Einlenken zu bewegen. „Unsere Versuche, einen Dialog in Gang zu setzen laufen schon seit Sommer vergangenen Jahres“, erinnert sich Rossmann. Er hat jetzt noch einmal einen Brief an den Interimsminister auf den Weg gebracht, in dem er ihn auffordert, die Unterzeichnung des Regelwerks abzusagen. Und in der Diktion der Seeleute nimmt der Politiker den nautischen Warnruf auf: „Wahrschau! Rettet die Traditionsschiffe! Ich hoffe, dass sich neben den Skipper-Verbänden auch die Landesregierungen jetzt noch einmal für den Erhalt unserer maritimen Tradition ins Zeug legen“, nimmt Rossmann auch die schwarz-gelb-grüne Kieler Koalition noch einmal in die Pflicht.

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