„Wir müssen um unsere Branche kämpfen.“

Das Handwerk der Zahntechniker wirbt für seine Zukunft

„Wir kämpfen um die Eigenständigkeit unserer Branche. Wir wollen nicht immer mehr Praxislabore haben“, bekam der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann von Joachim Meyer, einer der Geschäftsführer des Dentallabors ‚Fries und Meyer‘ zu hören, die Rossmann zusammen mit dem Präsidenten des Arbeitgeberverbandes der Zahntechnik, Manfred Heckens  eingeladen hatten.

Der Anlass des Gespräches war die Deutschlandtour von Manfred Hecken, der aktuell durch die Bundesrepublik reist, um für den Zahntechniker-Beruf zu werben. Sowohl Hecken wie auch die Inhaber des Pinnebergers Dentallabores kritisierten den Zuwachs an Praxislaboren, also an Zahntechniklaboren die innerhalb einer Zahnarztpraxis integriert sind. Da in den Praxislaboren der leitende Zahnarzt über die Qualifikation seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidet, müssen in diesen Praxislaboren weder Meister der Zahntechnik noch Techniker angestellt sein. Außerdem kritisierten Heckens wie auch Fries und Meyer, dass Zahnärzte durch Eigenzuweisungen Geld verdienen dürfen. „Das darf kein anderer Facharzt –kein Orthopäde, kein Augenarzt, kein Ohrenarzt!“, so Heckens.

Auf die kritische Nachfrage von Rossmann, was das Handwerk sich von der Bundespolitik nun wünsche, stellten die Zahntechniker, die Forderung ganz obenauf, dass auch Praxislabore zwingend einen Meister der Zahntechnik oder zumindest einen Gesellen haben sollten. Außerdem sollten alle Praxislabore registriert sein und somit den Graubereich verlassen, wenn sie an der Zahntechnik verdienen wollen. Das heißt, sie sollten gewerblichen Pflichten nachkommen.

Für Rossmann ist insbesondere auch die Entwicklung der Ausbildungsplätze alarmierend, denn laut einer Überprüfung haben sich diese halbiert. Während vor einigen Jahren noch rund 11 000 Menschen zum Zahntechniker ausbilden ließen, sind es mittlerweile nur noch rund 5 300 Auszubildende. Rossmann: „Wir müssen dieses Handwerk so stärken, dass das Know-how und die praktische Kompetenz sowie Dienstleistung auf hohen Niveau auch für die Zukunft in Deutschland gesichert sind, und nicht nach China beispielsweise ausgelagert wird.“

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