„Auch der flächendeckende Breitbandausbau und die Bereitstellung von Wohnraum für unsere Lehrlinge sind Aufgaben unserer Daseinsvorsorge“

SPD-Bundestagsabgeordneter im Gespräch mit dem Dithmarscher Landrat

Ernst Dieter Rossmann im Gespräch mit dem Landrat Jörn Klimant und der stellvertretenden SPD-Kreisfraktionsvorsitzenden Angelika Hansen

Ernst Dieter Rossmann im Gespräch mit dem Landrat Jörn Klimant und der stellvertretenden SPD-Kreisfraktionsvorsitzenden Angelika Hansen

„Wir müssen in der Westküste von Hamburg bis zur dänischen Grenze zusammenstehen und die Entwicklung gemeinsam voranbringen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann bei seinem Besuch in der Kreisverwaltung in Heide. Rossmann, der Abgeordnete im Kreis Pinneberg ist, betreut nach vier Jahren erneut den Kreis Dithmarschen,  nachdem Matthias Ilgen und Karin Thissen im September 2017 nicht erneut in den Bundestag gewählt wurden.

Im Arbeitsgespräch mit dem Landrat Jörn Klimant, an dem auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Angelika Hansen, teilnahm, ging es dabei vorrangig um Fragen der Kommunalfinanzen, der Wirtschaftsentwicklung aber auch um die Infrastruktur wie medizinische Versorgung, Internet und Verkehr. Landrat Klimant machte sich hier noch einmal für den Erhalt der Gieselauschleuse bei Oldenbüttel stark. Die Schleuse ist die einzige Verbindung zwischen der Eider-Treene-Sorge und des Nord-Ostsee-Kanals und damit vor allem für Segler, Motorboote und Ausflugsschiffe wichtig. „Trotz der Tatsache, dass es sich um eine Bundeswasserstraße handelt, erachtet das Bundesverkehrsministerium die Förderung der Schleuse als wenig relevant. Die betroffenen Kreise, Flensburg/ Schleswig; Rendsburg/Eckernförde und Dithmarschen können es aber nicht alleine finanzieren.“, so Klimant.

„Ich werde in dieser Sache Sönke Rix kontaktieren, der Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg/ Eckernförde ist und gemeinsam werden wir nach einer Lösung suchen“, so Rossmann, der bisher vor allen Dingen die landesweit relevanten Verkehrsprojekte in Dithmarschen wie A20, B5-Ausbau, Nord-Ostsee-Kanal und die Schienenanbindung im Auge hatte.

Ein großes Anliegen, im Kreis ist auch die Unterstützung der beruflichen Bildung. Rossmann: „ Eine gute Berufsausbildung vor Ort ist der beste Garant für eine gute Fachkraftentwicklung.“ Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion begrüßte hier nachdrücklich die Initiative im Kreis für ein neues Wohnheim beim Berufsbildungszentrum in Meldorf  „Uns gehört das Wohnheim, somit liegen die Belegungsrechte bei uns. Wir überlegen nun neue Wege zu gehen“, erklärte Klimant. Die Überlegung des Kreises ist eine Mehrfachnutzung und Zimmer sowohl an Lehrlinge, wie auch an Studierende der FH Westküste zu vergeben.

Ein weiteres Kreis-Projekt ist die flächendeckende Breitbandversorgung. „Wir machen das lieber selber in öffentlicher Hand, als dass wir uns von Firmen vor den Karren spannen lassen. Unser Ziel ist bis 2022 eine Breitbandversorgung von 95 bis 98 Prozent im Kreis“, erläuterte der Landrat.

Eine Herausforderung, die sich  nicht so leicht ändern lässt, ist die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Die Anzahl von Arztpraxen in der Peripherie ist häufig gering. Die Bürde einer eigenen Praxis ist meistens zu groß. „Eine Lösungsidee ist das Einrichten von medizinischen Versorgungszentren, wie wir es in Büsum haben“, so Angelika Hansen, der viel an dem Thema liegt. Ärzte und die Mitarbeiter in Praxen sind bei einer hundertprozentigen Tochter der Gemeinde angestellt. „Man muss Anreize schaffen, dass vor allem junge Mediziner aufs Land kommen, wie zum Beispiel durch Bereitstellung des Wohnraums und einer Festanstellung. Außerdem muss der schnell und effiziente Austausch mit den Kliniken gesichert sein.“, so Hansen weiter.

Neue Perspektiven für eine qualitativ hochwertige Versorgung auch im ländlichen Raum sieht Rossmann zusätzlich in der Telemedizin im Zuge der Digitalisierung. Rossmann: „Das haben wir auch in der Forschungsförderung voll auf dem Schirm, denn hier darf es keinen Leistungsabfall zwischen den Metropolen und dem ländlichen Raum geben.“

Die Gesprächsrunde vereinbarte, auch in Zukunft das gemeinsame Gespräch zu suchen auch wenn dann ein neuer Landrat der Gesprächspartner ist. Rossmann und Landrat Klimant, die sich seit über 25 Jahren aus der politischen Arbeit kennen, wollen den Kontakt jedenfalls weiter intensiv pflegen.

 

 

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