Bundesmittel für die Kitas sollen deutlich erhöht werden

SPD-Abgeordnete von Bund, Land und Kommune im Gespräch mit Mitgliedern der Kreiselternvertretung Pinneberg

Mit sehr viel Geld will der Bund in den nächsten Jahren die Kinderbetreuung quer durch Deutschland unterstützen, um sie auf denselben „guten“ Standard zu bringen. Das „Gute-Kita-Gesetz“ von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) soll dafür sorgen, dass die Qualität in den Kitas noch besser wird und es gleichzeitig zu einer finanziellen Entlastung für die Familien kommt. Auch soll das Fachpersonal in den Kitas bei der Ausbildung gefördert und in der Arbeit finanziell besser gestellt und entlastet werden. Nachdem im Koalitionsvertrag hierfür schon 3 500 Millionen Euro vorgesehen waren, hat Finanzminister Olaf Scholz von der SPD diesen Betrag in seiner Finanzplanung jetzt auf 5 500 Millionen Euro bis 2022 erhöht. „Das ist eine wirklich gute Nachricht für alle, denen die gute frühkindliche Bildung am Herzen liegt“, so der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann.

Der SPD-Bildungspolitiker will die konkrete Ausgestaltung des „Gute-Kita-Gesetzes“ nach der Sommerpause auch intensiv vor Ort diskutieren. Ein Anfang wurde hierfür kürzlich schon mit  Mitgliedern der Kreiselternvertretung  gemacht, die auf Einladung von Rossmann mit Sönke Rix, zuständiger Familien- und Kinderpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordneter aus Eckernförde, intensiv  über das geplante  Gesetz und die aktuelle Lage im Kreis diskutiert haben. Außerdem waren auch die SPD-Landtagsabgeordneten Kai Vogel, Thomas Hölck und Beate Raudies sowie mehrere Kommunalpolitiker der SPD bei der Gesprächsrunde dabei.

Über die grundsätzliche Zielsetzung des Gesetzes herrschte bei dem Gespräch große Einigkeit. Was sowohl die Kreiselternvertretung wie auch die Landes- und Kommunalpolitiker am meisten beschäftigte, war das Spannungsfeld zwischen Beitragsfreiheit und Qualitätssteigerung. Die Landtagsabgeordneten aus dem Kreis kritisierten dabei, dass es mit der Koalition von CDU, FDP und Grünen in Kiel in dieser Legislaturperiode keine Beitragsfreiheit geben wird. Auch seien die beabsichtigten Förderungen durch das Land noch vollkommen unklar. „Die Transparenz fehlt bisher total. Man blickt leider überhaupt nicht durch“, merkte im Gespräch auch Jan Philip Speichert von der KEV Pinneberg an. Auch die Entwicklung der Fachkräfteausbildung macht der Elternvertretung wie den SPD-Landes- und Bundespolitikern große Sorgen. Rossmann: „Nach dem jüngsten Nationalen Bildungsbericht werden bis 2025 über 300000 zusätzliche Fachkräfte benötigt, wenn die Kitas grundlegend mehr Bildungs- und Erziehungsaufgaben übernehmen sollen.“ Der Abgeordnete fordert hierzu einen Bund-Länder-Generalplan zur Erhöhung der Ausbildungskapazitäten für die Erzieherausbildung. Rossmann: „Wenn hier nicht bald Grundlegendes geschieht, fahren wir all die schönen Pläne sehenden Auges gegen die Wand.“

Die Gesrpächsrunde im Kreisbüro in Pinneberg

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