„Dank der Hartnäckigkeit und Durchsetzungskraft der Gewerkschaften konnte in den vergangenen Jahrzehnten schon einiges erreicht werden“

SPD-Bundestagsabgeordneter zeigt Solidarität mit Streikenden der Metall- und Elektroindustrie in Itzehoe

Me20180124_120348hr als 35 000 Beschäftigte aus 150 Betrieben beteiligten sich an dem Küstenaktionstag, der in allen fünf norddeutschen Bundesländern stattfand, und legten ihre Arbeit für mehrere Stunden nieder, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Auch in Itzehoe versammelten sich rund 400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor dem Werkstor der Firma SiHi Flowserve auf einer Kundgebung der IG Metall Unterelbe. „Sechs Prozent mehr Geld für 12 Monate, einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden und einen Entgeltzuschuss für die Beschäftigten, die ihre Arbeitszeit verringern müssen aufgrund von Kinderbetreuung oder der Pflege von Familienangehörigen, das sind unsere Forderungen und diese werden wir am Verhandlungstisch durchbringen und nicht vor dem Arbeitsgericht“, versprach der Erste Bevollmächtigte und Geschäftsführer der IG Metall Unterelbe, Kai Trullson, den Streikenden. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann unterstützt die Beschäftigten. „Ohne den unermüdlichen Einsatz der Gewerkschaften in den 1950er Jahren gäbe es keine Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall. Das ist heute unvorstellbar, aber genau deshalb ist es wichtig, dass die IG Metall jetzt dran bleibt und sich für die Angestellten in der Metall- und Elektroindustrie einsetzt.“, so Rossmann.

In Hamburg findet die vierte Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall statt. Dabei soll es ausschließlich um regionale Themen gehen, wie Wasch- und Umkleidezeiten sowie die Angleichung der Schichtzuschläge.

Die dritte Verhandlungsrunde, die ohne Ergebnis endete, fand vergangene Woche in Bremen statt.  Die Positionen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern liegen aktuell weit auseinander. So sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Nordmetall, Thomas Lambusch, gegenüber dem NDR, dass die Warnstreiks die Tarifverhandlungen verschärfen würden.

 

Rossmann: „Die Forderungen sind legitim und mehr als überfällig. Und wenn Warnstreiks und Kundgebungen das letzte Mittel sind, damit das auch die Arbeitgeber verstehen, dann muss das wohl sein. Meine Unterstützung hat die IG Metall und ich hoffe auf ein baldiges, zufriedenstellendes Ergebnis.“

Ralf Schwittay, Bezirksgeschäftsführer von ver.di

Ralf Schwittay, Bezirksgeschäftsführer von ver.di

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Kai Trullson, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall

Kai Trullson, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall

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