„Demokratie lernt sich nicht von alleine“

Rossmann (SPD) wirbt für mehr lebendige Politik in den Schulen

„Wir brauchen mehr Politik-Erleben in den Schulen.“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Schülerinnen und Schüler müssen in der Schule Mitbestimmung und Beteiligungskultur und stärker als bisher auch das politische Debattieren lernen“, findet der Bildungsexperte.

Die gesamte Gesellschaft werde davon profitieren, wenn den jungen Menschen stärker vermittelt wird, wie man sich argumentativ mit einem Thema auseinandersetzt, zu einer fundierten politischen Meinung findet und diese fair und tolerant gegenüber anderen vertritt, ist Rossmann überzeugt. „Einen wichtigen Betrag können dabei auch die Abgeordneten der verschiedenen Ebenen leisten. Der Besuch von Schulen mit Berichten über die Parlamentsarbeit und die aktive Gestaltung von Willensbildung und politischen Entscheidungen sollte für jeden Parlamentarier zum Kleinen Einmaleins der Wahlkreisarbeit gehören“, appelliert der Politiker an seine Abgeordnetenkollegen von der europäischen bis zur Gemeindeebene. Rossmann versteht sich selbst als „Demokratie-Lehrer“ und ist in vielen Schulen des Kreises Pinneberg regelmäßig zu Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern zu Gast. Er bittet in diesem Zusammenhang um weitere Einladungen.

Dem SPD-Mann ist dabei wichtig, das Thema der Diskussionskultur als Querschnitts-Herausforderung zu begreifen, die das gesamte Miteinander in den Schulen betrifft. „Eine gute politische Kultur fängt beim Umgang miteinander auf dem Schulhof an und geht über die gemeinsame Willensbildung auf der Schulkonferenz bis zum Unterricht, in dem Inhalte wie die Geschichte der Diktaturen und des Kampfs um die Demokratie in Deutschland immer eine wichtige Rolle spielen müssen“, so Rossmann. „Hundert Jahre Frauenwahlrecht und hundert Jahre Demokratie in Deutschland sind zwei Anlässe, die wir in diesem Jahr feiern. Schon diese beiden Ereignisse bieten viele Anknüpfungspunkte für Diskussionen auch mit Bezug zur Gegenwart.“

Rossmann, der auch bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist, unterstützt dabei auch die bundesweite Initiative, den Besuch einer Gedenkstätte gegen die Nazi-Verbrechen für Schülerinnen und Schüler verbindlich zu machen. „Leider haben wir immer weniger Zeitzeugen, die aus eigener Erfahrung über die Gräueltaten des Nationalsozialismus berichten können. Deshalb sind Erinnerungs- und Dokumentationsstätten mit ihren wissenschaftlich aufbereiteten und dargestellten Fakten unverzichtbar“, so Rossmann. „Der Besuch dieser Orte ist wichtig, um unsere Jugend gegen Antisemitismus und Rassismus zu immunisieren.“

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