„Der Kampf gegen Altersarmut fängt beim Mindestlohn an“

SPD-Bundestagsabgeordneter Rossmann: 12 Euro Mindestlohn müssen das Ziel sein

Der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Pinneberg Ernst Dieter Rossmann spricht sich im Vorfeld des nächsten Treffens der Mindestlohnkommission im Juni für eine deutliche schrittweise Erhöhung des Mindestlohnsatzes, der aktuell bei 8,84 Euro liegt, aus. Hintergrund ist eine Auskunft des Bundesarbeitsministeriums zur Beziehung von Mindestlohn und Nettorente. Danach benötigt man aktuell 29,5 Entgeltpunkte, um eine Nettorente oberhalb der Grundsicherung von 814 Euro zu erhalten. Berechnungen des Ministeriums zufolge wäre das aktuell nur mit einem Stundenlohn von 12,63 Euro möglich, unter Nicht-Berücksichtigung einer zusätzlichen Altersvorsorge.

 „Die Forderung nach verbindlichen  Schritten zu einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohnes ist richtig und wichtig. Hierbei geht es auch um den Kampf gegen Altersarmut. Kein Mensch hat es verdient nach Jahrzehnten der Arbeit in Armut zu leben“, so Rossmann. Der Kreis Pinneberger Bundespolitiker schaut dabei auch auf den großen Nachbarn Hamburg. Dort beschloss der Senat kürzlich eine schrittweise Anpassung des Mindestlohnes im Rahmen von Tarifverträgen auf 12 Euro bis Anfang 2020 für alle Beschäftigten der Stadt sowie der städtischen Betriebe und Unternehmen. Rossmann dazu: „Hamburg ist hier einmal mehr Vorreiter, so wie sie bereits 2013 ein Vorreiter waren, als sie erstmals den Mindestlohn einführten.“ Schätzungen zufolge könnten über 6200 Arbeitnehmer in Hamburg von der Erhöhung profitieren.

„Durch die Entscheidung in Hamburg werden bereits einige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis Pinneberg profitieren, die nach Hamburg zum Arbeiten pendeln. Ich will jedoch, dass jeder eine faire Bezahlung erhält und positiv auf den Renteneinstieg schaut“, Rossmann weiter.

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