„DESY und European XFEL stärken die Region in der Weltspitze der Forschung“

Photo Credits: DESY

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Seit fast 60 Jahren arbeitet das Forschungszentrum DESY daran, die großen Fragen der Physik zu lösen. Die Entschlüsselung der Materie hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht. Mittlerweile ist DESY ein Arbeitgeber für über 2000 Menschen und begrüßt jährlich mehr als 3000 Gastforscherinnen und Gastforscher aus der ganzen Welt.

Jetzt sollen die Weichen gestellt werden für die weiteren wichtigen Aufgaben der Zukunft. Bereits im Dezember 2016 hat das Forschungszentrum, welches zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, dafür einen einzigartigen Strategieprozess in 19 Kompetenzteams mit mehr als 400 Beteiligten gestartet. In einem Gespräch hat der Vorsitzende des Direktoriums Prof. Helmut Dosch nun die Ziele dieser DESY 2030-Strategie dem Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Bundestags-Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung Ernst Dieter Rossmann präsentiert. „Die Inbetriebnahme des European XFEL stellt eine Zäsur dar. Wir haben die neuen Kapazitäten genutzt, um das Gesamtkonzept von DESY für die Zukunft neu auszurichten.“, so Prof. Dosch zur Begründung für den Prozess. „Es war ein gemeinsamer Prozess und eine hilfreiche Erfahrung, die wir nur weiter empfehlen können.“

Das Herzstück der zukünftigen Ziele ist die Entwicklung von PETRA IV, ein auf einem Teilchenbeschleuniger basierendes hochauflösendes 3D-Röntgenmikroskop. Prof. Dr. Edgar Weckert, Direktor Photon Science: „PETRA IV würde uns erlauben, laufende Prozesse und Strukturveränderungen bei atomarer Auflösung zu beobachten.“ Auch die Weiterentwicklung des European XFEL ist geplant. Um den Anspruch an einen weltweit anerkannten Forschungsstandort gerecht zu werden, soll auch der Forschungscampus in Hamburg-Bahrenfeld ausgebaut werden. „Wir sind in Gesprächen mit Hamburg für die Erweiterung des Geländes. Die Stadt steht dem positiv gegenüber.“, erklärte Dr. Arik Willner, Chief Technology Officer.

Rossmann, der sich für die Pläne von DESY jetzt in Berlin einsetzen will, zeigte sich auch offen für eine Erweiterung der internationalen Patenschaften und Beteiligungen. „Die Idee, auch eine wachsende Forschungsnation wie China mit ins Boot zu holen, halte ich für zukunftsweisend“, so Rossmann.

Bei dem DESY-Besuch wurden durch den Kreis Pinneberger Abgeordneten aber auch Anliegen für den Wahlkreis angesprochen. So wünscht sich der SPD-Bildungspolitiker die Ausweitung der Arbeit des DESY-Schülerlabors und mehr Schulkooperationen von DESY und European XFEL mit Schulen im Kreis Pinneberg. „Die Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Pinneberg sollen unbedingt mitbekommen, was hier in direktem Umfeld an Höchstleistungen geschieht. Das trägt auch zur Motivation für den so wichtigen MINT-Bereich bei“, so Rossmann. Das Direktorium rund um Prof. Dosch nahm diesen Wunsch positiv auf und sagte die Unterstützung DESYs zu.

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