Die Komfortzone endet am Tellerrand

IMG_3072SPD-Bundestagsabgeordneter im Gespräch mit Absolventen des internationalen Freiwilligendienstes der Deutschen UNESCO-Kommission

„Man lernt unglaublich viel, vor allem über sich selbst und gewinnt einen anderen Blick auf die Welt“, darüber sind sich Janna Basner, Antonia Becker, Mauricio Rojas und Ann-Sophie Rade aus dem Kreis Pinneberg einig. Alle vier sind Absolventen des internationalen Freiwilligendienstes ‚kulturweit‘ der Deutschen UNESCO-Kommission. Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, der jetzt als Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Bildung und Forschung in die Deutsche UNESCO-Kommission berufen worden ist, hatte die vier Freiwilligen eingeladen, um über ihre Auslandserfahrung zu sprechen.

Seit 2009 vermittelt kulturweit jedes Jahr rund 400 Freiwillige an Organisationen der internationalen Kultur- und Bildungsarbeit für sechs oder zwölf Monate. Vom Goethe-Institut bis zur Deutschen Welle konnte die Deutschen UNESCO-Kommission dabei viele unterschiedliche internationale Einrichtungen als Partnerorganisation gewinnen. Die Einsatzorte erstrecken sich über 70 Länder, von Brasilien bis Vietnam. Es sind immer Orte des Globalen Südens, der GUS oder in Osteuropa. Neben den persönlichen Erfahrungen, die man gewinnt, knüpft man vor allem auch viele Kontakte. Darüber freute sich auch Antonia Becker, ehemalige Schülerin der Gebrüder-Humboldt-Schule in Wedel, die ein halbes Jahr in einer Schule in Usbekistan half, und nun European Studies studieren möchte: „So ein Netzwerk kann hilfreich sein, vor allem bei der späteren Jobsuche.“

Das Auslandsjahr erweitert aber nicht nur den eigenen Horizont, sondern auch von denen, auf die man trifft. „Es ist schön, dass man während des Auslandsaufenthaltes ein buntes, vielfältiges Bild von Deutschland vermitteln kann. Schließlich ist Deutschland dann doch mehr als Bier und Autobahn, worauf man anfangs meistens angesprochen wird“, berichtete Ann-Sophie Rade, Abiturientin des Ludwig-Meyn-Gymnasiums in Uetersen, die 2016/2017 sechs Monate lang den Deutschunterricht an einer Schule in Kasachstan unterstützte. Sie ist über eigene Recherche auf kulturweit gekommen. „Ich wusste bereits während des Abiturs, dass ich Lehrerin werden möchte. Also suchte ich etwas, was diesen Wunsch und Auslandserfahrung miteinander verband.“

Während die Länder so unterschiedlich sind und auch die Unterkünfte, die von Gastfamilie bis zur eigenen Wohnung reichen, ist die Bezahlung bei allen gleich: Flüge und Versicherungskosten werden übernommen, dazu gibt es die Möglichkeit eines Sprachkurses und die monatliche Bezahlung von 350 Euro. Dazu Janna Basner, die ebenfalls das LMG in Uetersen besuchte: „Das ist vermutlich der einzige Nachteil am Programm, dass jeder dieselbe Bezahlung bekommt, obwohl Lebensunterhaltungskosten in Usbekistan deutlich niedriger sind als in Argentinien beispielsweise.“

Mauricio Rojas, der frisch aus Kolumbien wiedergekommen ist, wo er sechs Monate den Deutschunterricht an einer internationalen Schule begleitete, kann es jedem nur empfehlen sich, zu bewerben: „Mir hat das sehr geholfen. Ich bin frisch nach dem Abi ins Ausland gegangen, habe vorher noch nie alleine gelebt. Ich bin jetzt auf alle Fälle selbstständiger.“

Junge Menschen aus dem Kreis Pinneberg im Alter von 18 bis 26 Jahren, die an Programm interessiert sind, können sich noch bis zum 02. Mai 2018 für ein Auslandsaufenthalt mit kulturweit im Frühjahr 2019 bewerben. Informationen gibt es unter www.kulturweit.de.

2017/2018 unterstütze Mauricio Rojas sechs Monate eine internationale Schule in Kolumbien

2017/2018 unterstütze Mauricio Rojas sechs Monate eine internationale Schule in Kolumbien

Janna Basner begleitete 2012/2013 ein Jahr lang den Deutschunterricht an einer High School in China

Janna Basner begleitete 2012/2013 ein Jahr lang den Deutschunterricht an einer High School in China 

2017/2018 unterstützte Antonia Becker sechs Monate den Deutschunterricht an einer Schule in Usbekistan.

2017/2018 unterstützte Antonia Becker sechs Monate den Deutschunterricht an einer Schule in Usbekistan. 

Sechs Monate lang unterstützte Ann-Sophie Rade 2016/2017 den Deutschunterricht an einer Schule in Kasachstan.

Sechs Monate lang unterstützte Ann-Sophie Rade 2016/2017 den Deutschunterricht an einer Schule in Kasachstan.

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