Die Teilhabe-Leistungen müssen praxisnäher werden

Mehr Förderung für Kinder und Familien aus belastenden Lebenssituationen

„Die Große Koalition in Berlin will die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets für Kinder und Familien aus belastenden Lebenssituationen verbessern, Hemmnisse der Inanspruchnahme beseitigen und die Wirkung gezielt erhöhen.“ Das berichtet der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Dass es in diesem Bereich Reformbedarf gibt, wissen wir auch aus Gesprächen bei uns im Kreis Pinneberg. Insofern freue ich mich, dass jetzt Bewegung in die Sache kommen wird.“

Besonders wichtig sei, dass der Bürokratie zu Leibe gerückt werde, findet Rossmann: „Endlich sollen Leistungen nach Möglichkeit künftig möglichst pauschal abgerechnet und, wo es geht, Einzelanträge reduziert werden.“ So sollen Schulen die Möglichkeit erhalten, gesammelte Anträge für die berechtigten Kinder diskriminierungsfrei zu stellen.

Besonders positiv sieht Rossmann die geplante Aufstockung des Schulstarterpakets. „Die Eigenanteile zur gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen und für Schülerbeförderung entfallen. Außerdem soll allgemeine Lernförderung künftig auch dann möglich sein, wenn die Versetzung nicht unmittelbar gefährdet ist.“

Durch die geplanten Maßnahmen erhofft sich der SPD-Mann auch eine Verbesserung der Nutzungszahlen der Angebote. „Im vergangenen Jahr haben die Zahlen für den Kreis Pinneberg die Defizite der bisherigen Regelungen offengelegt. Mit Ausnahme der Mittagsverpflegung wurden die Leistungen praktisch überhaupt nicht in Anspruch genommen“, macht Rossmann deutlich. „Die Gelder für Lernförderung, Schulausflüge und Beförderung sind bislang nahezu vollständig verfallen.“

Dabei seien für Kinder und Familien in belastenden Lebenssituationen Erholung und Entspannung besonders wichtig. „Da ist es gut, dass auch die Familienerholung am Bedarf orientiert weiterentwickelt werden soll“, findet Rossmann. Geplant ist unter anderem, dass Einrichtungen des Müttergenesungswerks sich für Väter und pflegende Angehörige weiter öffnen können.

Auch der Kreisjugendring hatte die Umsetzung der im Grunde sinnvollen Teilhaberegelungen in die Praxis im vergangenen Jahr im Gespräch mit Rossmann und dem SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hans-Helmut Birke als zu bürokratisch kritisiert. „Ich hoffe, dass es bei der Überarbeitung der Regeln gelingen wird, Kritik wie diese in tatsächliche Verbesserungen umzumünzen“, betont Rossmann.

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