Die „Vierte Kante“ soll kommen

Züge der Deutschen Bahn„Das ist eine gute Nachricht für Elmshorn und die Region.“ Das sagen der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann  und die Elmshorner SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies zur Entscheidung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), das zusätzliche Bahnsteiggleis für den Elmshorner Bahnhof in den vordringlichen Bedarf des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG)  aufzunehmen. „Das muss jetzt der erste Schritt für eine verschränkte Dreigleisigkeit auf der Bahntrasse zwischen Hamburg und Elmshorn  sein“, machen die Abgeordneten aber ebenfalls deutlich.

Rossmann und Raudies, die sich bereits seit Jahren auf Landes- und Bundesebene für das dritte Gleis einsetzen, sehen den Aufstieg der Elmshorner Maßnahme auch als Erfolg der gemeinsamen Bemühungen von Bürgerinitiativen und der verschiedenen politischen Ebenen im Kreis über Parteigrenzen hinweg. „Insbesondere die Initiative ‚Starke Schiene‘ hat immer wieder dafür gesorgt, dass die Verbesserungen auf der Bahntrasse als zentrales verkehrspolitisches Anliegen der gesamten Region verstanden worden sind“, betont Rossmann. Die zu erwartenden Ergebnisse der Studie zum Knoten Hauptbahnhof Hamburg hätten jetzt offensichtlich den Ausschlag gegeben, dass das Bahnsteiggleis komme, macht Raudies deutlich. Sie hatte genau dies gemeinsam mit ihrem MdB-Kollegen gegenüber der Deutschen Bahn und auch den Verkehrsministern von Bund und Land mehrfach angemahnt.

Fragen haben die beiden Abgeordneten noch bezüglich der geplanten Ertüchtigung des deutschen Schienennetzes für 740 Meter lange Güterzüge. Rossmann: „Das neue Scheuer-Papier sieht die Stationen Pinneberg und Elmshorn offenbar als Überholbahnhöfe vor und lässt sich so interpretieren, dass in diesem Zusammenhang Maßnahmen an diesen Orten vorgesehen sind. Dem werden wir nachgehen müssen.“

Auch für die benachbarte Region Kreis Steinburg-Dithmarschen sieht das Scheuer-Papier indessen Verbesserungen vor. „Der optimierte Planfall umfasst die Elektrifizierung von Itzehoe über Wilster in einen neuen Übergabebahnhof außerhalb des Werksgeländes des Hafens Brunsbüttel“, zitiert Rossmann aus der Aufstellung des Ministeriums. „Vorsichtig optimistisch formuliert würde ich sagen: Das  könnte auch als erste Vorentscheidung Richtung LNG-Ausbau des Brunsbütteler Hafens interpretiert werden.“

Für die jetzt aufgerückten Projekte gelte es aber in erster Linie dranzubleiben, betonen Rossmann und Raudies. „Denn der bessere Status ist noch keine Baumaßnahme in trockenen Tüchern. Wir werden aus der Region weiter Druck für die schnelle Umsetzung machen. Und weitere Maßnahmen für den Ausbau der Trasse Hamburg-Elmshorn bleiben für uns natürlich auf der Tagesordnung.“

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