Endlich beim Stenografischen Dienst des Bundestags

Stenografie-Experten verschiedener Generationen: Dr. Ursula Ortmann-Droste, Arbeitsbereichsleiterin des Stenografischen Dienstes des Bundestages für Ausschüsse und Gremien (l.) und Revisor Uwe Droste (r.) gewährten der 79-jährigen Renate Steinbring aus Elmshorn und ihrer Tochter Angela Schönberg einen Blick hinter die Kulissen ihrer Einrichtung.

Stenografie-Experten verschiedener Generationen: Dr. Ursula Ortmann-Droste, Arbeitsbereichsleiterin des Stenografischen Dienstes des Bundestages für Ausschüsse und Gremien (l.) und Revisor Uwe Droste (r.) gewährten der 79-jährigen Renate Steinbring aus Elmshorn und ihrer Tochter Angela Schönberg einen Blick hinter die Kulissen ihrer Einrichtung.

Renate Steinbring aus Elmshorn besucht Berlin – auf Einladung von Ernst Dieter Rossmann

Eigentlich hatte die 79-jährige Renate Steinbring als junge Frau das Zeug  zur Bundestags-Stenografin: 300 Silben in der Minute – das traute sie sich zu.

Renate Steinbring mit Ernst Dieter Rossmann

Renate Steinbring mit Ernst Dieter Rossmann

Trotzdem ist aus diesem Wunschtraum nie etwas geworden. Dafür, dass die Elmshornerin den Stenografischen Dienst des Parlaments trotzdem kennenlernen konnte, sorgte jetzt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann.

Der Parlamentarier hatte im Juli einen Artikel der Regionalzeitung über den Lebensweg der Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin gelesen und hatte sofort die Idee, die agile Seniorin nach Berlin einzuladen. „Es ist schade, dass Frauen ihrer Generation es so schwer hatten, ihre Bildungs- und Berufsziele zu erreichen“, findet Rossmann. „Und es ist gut, dass unsere Gesellschaft inzwischen ein gutes Stück weiter ist, was die Rollenbilder und auch was die Bildungsmöglichkeiten angeht.“

Verändert hat sich auch für die Stenografinnen und Stenografen eine Menge. „Der Beruf ist fast verschwunden. Aber im Bundestag sind die Frauen und Männer mit dem flinken Bleistift noch immer unverzichtbar“, berichtet Rossmann. Tatsächlich können auch die modernsten Aufzeichnungstechniken eines nicht: Zwischenrufe und Beifallsbekundungen richtig zuordnen. Rossmann: „Ein präzises räumliches Gehör ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Arbeit beim stenografischen Dienst. Und es ist bewundernswert, mit welcher Konzentration und Akkuratesse diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihre Aufgabe wahrnehmen.“ Weil dabei keine Fehler passieren dürfen, werden die Parlamentsstenografinnen und -stenografen im Bundestag, von denen immer zwei gleichzeitig mitstenografieren, alle fünf Minuten abgelöst.

Wie diese Arbeit hinter den Kulissen aussieht, konnte Frau Steinbring jetzt vor Ort erleben. Beim Besuch des Bundestags konnten die Elmshornerin und ihre Tochter die Räume der Parlamentseinrichtung besuchen und mit Vertretern des Stenografischen Dienstes über ihre Arbeit sprechen: Dr. Ursula Ortmann-Droste, Arbeitsbereichsleiterin Ausschüsse und Gremien und Uwe Droste, der Revisor des Stenographischen Dienstes ist, begrüßten die Seniorin und stellten die Arbeit ihrer Einrichtung vor. Für die Besucherin aus dem Kreis Pinneberg „ein unvergessliches Erlebnis.“

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