Erzieherausbildung: Bezahlung ein wichtiges Signal

Rossmann (SPD): „Erziehermangel offensiv angehen“ 

Kita„Auch im Kreis Pinneberg merken wir, dass das Kita-Fachpersonal nicht auf den Bäumen wächst. Da ist es gut, dass Bundesfamilienministerin Giffey mit der Fachkräfteoffensive jetzt das richtige Signal für die Aufwertung des Berufes setzt.“ Für den Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann ist das 300-Millionen-Euro-Programm der Großen Koalition ein wichtiger Schritt hin zu einem allgemeinen Ausbildungsgeld für alle zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher.

Auch als Vorsitzender des Bundestags-Bildungsausschusses ist dem SPD-Mann der Ausbau der Kindertagesstätten ein Anliegen. „Gute frühkindliche Bildung ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Bildungs- und Qualifikationsbiografie“, macht Rossmann deutlich. „Auch deshalb ist es gut, dass wir einen gesamtgesellschaftlichen Konsens für den qualitativen und quantitativen Kita-Ausbau haben.“ Ohne gut ausgebildete Fachkräfte sei dieses Ziel allerdings nicht zu erreichen. Rossmann: „Wir brauchen gute Erzieherinnen und Erzieher. Und wir brauchen in den kommenden Jahren viele von ihnen, auch mit Blick auf den Rechtsanspruch für Ganztagesbetreuung im Grundschulbereich ab 2025. Daher müssen wir jetzt mehr für die Anerkennung und bessere Bezahlung des Berufes tun.“ Der Politiker verweist auf Zahlen einer Prognos-Studie, nach denen bis zum Jahr 2030 fast 200 000 Fachkräfte für den Kita-Bereich fehlen.

Das Giffey-Programm setzt deshalb genau an der richtigen Stelle an, macht Rossmann deutlich. „Insgesamt stellt der Bund den Ländern bis 2020 als Impuls 300 Millionen Euro zur Verfügung, um unter anderem die Erzieherausbildung zu vergüten.“ Bereits mit Start des neuen Ausbildungsjahres im Sommer 2019 soll es losgehen. 40 Millionen Euro sind im Bundeshaushalt für das kommende Jahr hierfür vorgesehen. „Es gibt viele junge Menschen, die Interesse am Erzieherberuf haben“, betont Rossmann. „Viele werden allerdings auch durch die Durststrecke der Ausbildung und eine Bezahlung abgeschreckt, die der gesellschaftlichen Bedeutung dieser Arbeit nicht gerecht wird. Deshalb ist die Fachkräfteoffensive notwendig und richtig.“

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