Metall-Abschluss: Rossmann sieht „gesellschaftspolitisches Reformprojekt“

Arbeitszeitregelung passt zu Groko-Plänen

„Der Druck der Kolleginnen und Kollegen in der Metall- und Elektroindustrie hat sich gelohnt!“ Das sagt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann anlässlich der Übernahme des Pilotabschlusses aus Baden-Württemberg für den Bezirk Küste.

„Kern der Vereinbarung ist der Einstieg in ein neues und modernes Arbeitszeitmodell“, macht Rossmann deutlich. „Und dieser Ansatz passt gut mit der arbeitsmarktpolitischen Reformagenda zusammen, wie sie im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbart ist.“ Inhalt des Tarifabschlusses, der derzeit in den Betrieben und IG Metall-Geschäftsstellen diskutiert wird, bevor die Tarifkommission am 15. Februar über die Annahme entscheidet ist, dass Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schicht arbeiten, künftig wählen können, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage nehmen wollen, von denen zwei durch das Unternehmen finanziert werden. Die Metall-Beschäftigten erhalten zudem einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Danach haben sie das Recht, zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückzukehren.

Rossmann: „Damit wird für diese Branche schon konkret vereinbart, was wir mit der Einführung des Rechts auf befristete Teilzeit als politscher Rahmen im Teilzeit- und Befristungsrecht möglich machen wollen.“ Für den Sozialdemokraten ist der Abschluss der Metaller daher auch mehr als eine übliche Tarifvereinbarung. „Das ist der Start eines gesellschaftspolitischen Reformprojekts, mit dem die Arbeitszeitgestaltung auf dem Stand der Lebenswirklichkeit im 21. Jahrhundert ankommt:  Wer für die Erziehung von Kindern oder die Pflege von Familienangehörigen zeitweilig kürzertreten möchte, kann künftig für eine begrenzte Dauer in Teilzeit arbeiten, verbunden mit dem Recht, wieder in die vorherige Arbeitszeit zurückzukehren. So passt sich die Arbeitszeit dem Leben an – nicht umgekehrt“, freut sich Rossmann.

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