Pflege: „Der Flächentarif muss kommen!“

Rossmann (SPD) gibt Brüderle Contra

„Unverbindliche Versprechungen statt Tarifvertrag – damit dürfen Brüderle und sein Verband nicht durchkommen.“  Mit diesen Worten hat der Kreis Pinnerbeger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann die aktuellen Meldungen kommentiert, nach denen der Pflegearbeitgeberverband bpa und sein Präsident, der ehemalige FDP-Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, die Pläne der Bundesregierung unterlaufen wollen, zu flächendeckenden Tarifverträgen in der Altenpflege zu kommen. „Die Arbeitgeber und ihre Vertreter wären besser beraten, auf gemeinsame Lösungen zu setzen, statt Gewerkschaften und Politik den Fehdehandschuh hinzuwerfen“, mahnt der Parlamentarier.

„Auch im Kreis Pinneberg ist der Mangel an Pflegefachkräften längst deutlich spürbar“, so Rossmann, der regelmäßig Veranstaltungen zu Pflege-Themen durchführt und guten Kontakt zu Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsverbänden pflegt. „Und weil auch private Anbieter immer größere Probleme haben Mitarbeiter zu finden, ist es letztlich in ihrem eigenen Interesse, daran mitzuwirken, dass die Pflegeberufe attraktiver werden.“ Dafür ist der Flächentarif nach Auffassung des SPD-Manns aber ein unverzichtbarer Baustein.

Eine unverbindliche „Arbeitsvertragsrichtlinie“, wie sie Brüderles Verband seinen Mitgliedsunternehmen vorschlägt, hält Rossmann für vollkommen untauglich. „Dass Arbeitgeber einseitig über Arbeitslöhne und Arbeitsbedingungen bestimmen, ist Denken aus dem 19. Jahrhundert. Heute sollten auch in der Altenpflege Sozialpartnerschaft und Tarifverhandlungen Platz greifen“, fordert der Abgeordnete. Dass Brüderle die gerade an den Start gegangene Konzertierte Aktion Pflege der Bundesregierung unterlaufen will, sei nicht nur ärgerlich, sondern auch schlechter Stil. „Mit solchen ruppigen Aktionen löst man keine Probleme. Und mit Realitätsverweigerung kommt man auch nicht weiter. Der Flächentarif Altenpflege steht im Koalitionsvertrag und er muss kommen“, so Rossmann.

Rossmann informiert

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