Rechtsanspruch ja – Dienstpflicht nein!

Rossmann (SPD) begrüßt Ausbau der Freiwilligendienste im Sinne des Kreisparteitagsbeschlusses der SPD Pinneberg

„Was gut ist, soll noch besser werden“, Das sagt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann mit Blick auf das von  Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) jetzt vorgestellte Konzept zum Jugendfreiwilligenjahr. „Die  bewährten Angebote für ein Freiwilliges Soziales Jahr und ein Freiwilliges Ökologisches Jahr sollen ausgebaut werden. Auch der Bundesfreiwilligendienst wird weiterentwickelt“, berichtet Rossmann. „Das ist zum Tag des Ehrenamtes ein richtig gutes Signal.“

Besonders freut den Abgeordneten, dass der Entwurf Giffeys auch den Rechtsanspruch auf Förderung der Freiwilligendienst-Vereinbarungen bei den Anbietern und damit einheitliche Zuzahlung des Bundes vorsieht.  „Damit wird der  erste Schritt darauf hin gemacht, dass wir allen, die einen Platz im FÖJ oder FSJ haben wollen, auch einen garantieren können“, macht der Parlamentarier deutlich. „Das nächste Ziel muss der individuelle Rechtsanspruch auf einen Platz fürs freiwillige Jahr sein, so wie es auch der Pinneberger SPD-Kreisparteitag im Oktober gefordert hat.“

Die Giffey-Initiative sieht außerdem vor, dass die Freiwilligen mehr Geld erhalten. Statt zwischen 180 und 391 Euro pro Monat werden es künftig einheitlich 402 Euro sein. Rossmann: „Bislang ist es oft so, dass junge Menschen nur dann ein freiwilliges Jahr machen können, wenn ihre Eltern sie unterstützen. Auch mit der Verbesserung beim Taschengeld wollen wir deshalb erreichen, dass jede und jeder Interessierte die Chance auf FSJ oder FÖJ hat. Wir setzen dabei aber auf Freiwilligkeit und Überzeugung. Das ist unsere sozialdemokratische Antwort auf rückwärtsgerichtete Pflichtdienstdebatten.“

Das neu aufgesetzte Jugendfreiwilligenjahr sei auch ein Zeichen für Wertschätzung und Anerkennung der Freiwilligen, betont der Politiker. Als Bildungspolitiker freue er sich außerdem, dass ein Zertifikat über das Jugendfreiwilligenjahr künftig bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst berücksichtigt werden kann. „Länder und Hochschulen erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, Bonusregelungen zum Beispiel bei der Berechnung von Wartesemestern zu schaffen“, so Rossmann. „Das Jugendfreiwilligenjahr ist ein Angebot an alle jungen Menschen unter 27 Jahren, die unsere Gesellschaft nach der Schule freiwillig mitgestalten wollen. Dafür wollen wir auf Bundesebene die passenden Bedingungen schaffen. Denn Freiwilligendienste sind deutlich mehr wert als sie kosten.“

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