Rossmann: „Wichtige Weichenstellungen für gute Pflege“

Sondierungserfolge der SPD könnten konkrete Verbesserungen vor Ort bringen

Höhere Wertschätzung für die Arbeit in der Pflege, bessere Bezahlung und vor allem eine Offensive gegen den Mangel an qualifizierten Pflegekräften: Das waren die wichtigsten Forderungen, die der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann in den vergangenen Monaten von  Besuchen in Pflegeeinrichtungen und Veranstaltungen zum Thema aus dem Wahlkreis mit nach Berlin nehmen konnte. „In allen drei Fragen könnte es mit einer neuen Großen Koalition jetzt wichtige Fortschritte geben“, vermeldet der Politiker jetzt.

Bei den Sondierungsverhandlungen hatten sich die möglichen Koalitionspartner insbesondere auf Druck der Sozialdemokraten darauf verständigt, den Pflegebereich mit einem Sofortprogramm zu stärken. „Teil der Verabredung ist dabei unter anderem die Ausweitung der Bezahlung in der Altenpflege nach Tarif“, erläutert Rossmann. „Die künftige Regierung soll gemeinsam mit den Tarifpartnern dafür sorgen, dass Tarifverträge in der Altenpflege flächendeckend zur Anwendung kommen.“

Darüber hinaus haben sich die Verhandlungspartner auf eine grundsätzliche Weiterentwicklung der Altenpflege verständigt. Dazu gehören insbesondere Angebote in der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie in der Tages- und Nachtpflege, die besonders pflegende Angehörige unterstützen. Für besonders wichtig hält Rossmann, der sich bereits seit Jahren mit regelmäßigen Veranstaltungen im Kreis mit Pflegethemen auseinandersetzt dabei, dass ein besonderer Fokus auf mehr Ausbildung und Nachqualifizierung im Pflegebereich gesetzt werden soll. „Im Sondierungspapier sind explizit eine bessere Rückkehr von Teil- in Vollzeit, ein Wiedereinstiegsprogramm, eine bessere Gesundheitsvorsorge für die Beschäftigten sowie eine Weiterqualifizierung von Pflegehelfern zu Pflegefachkräften benannt. Das ist ein echter Erfolg“, betont der SPD-Mann. „Und es wird helfen, die Engpässe in der Pflegeversorgung, die wir ja auch im Kreis Pinneberg bereits spüren, abzufedern.“

Vereinbart wurde weiterhin eine neue Grenze, ab der Angehörige von Pflegebedürftigen finanziell mitbelastet werden: Ein Rückgriff auf Einkommen der Kinder von pflegebedürftigen Eltern soll erst ab 100.000 Euro im Jahr erfolgen.

Auch für die Pflege in Kliniken haben sich die Sondierer auf Verbesserungen verständigt. „Mehr Personal, neue Qualitätsstandards, solide Finanzierung der Krankenhaus-Pflege über Refinanzierung von Tarifsteigerungen und 8.000 Fachkraftstellen zusätzlich – das wäre ein richtig gutes Paket mit einer ordentlichen sozialdemokratischen Handschrift“, wirbt Rossmann für die Vereinbarung. „Für die Pflege insgesamt wäre es gut, wenn diese Pläne zur Umsetzung kämen.“

 

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht in Pressebereich, Wahlkreis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*