SPD will Baustellenkoordinator für den Kreis

Drei-Ebenen-Brief an Verkehrsminister 

„Für eine optimierte Abstimmung zwischen den verschiedenen Straßenbaumaßnahmen im Kreis möchten wir die Einrichtung eines Straßenbau-Koordinators anregen.“ Diesen Vorschlag haben SPD-Abgeordnete von Bundes-, Landes- und Kreisebene jetzt in einem Schreiben an Landesverkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) unterbreitet. „Eine solche Stelle könnte die Bauzeitpläne und die zugehörigen Sperrungen und Behinderungen auch unter Berücksichtigung von Ferienzeiten, Bahnbaumaßnahmen und Großereignissen in der Region dynamisch koordinieren und im besten Falle Anpassungen vornehmen“, schreiben der Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann, die Landtagsabgeordneten Thomas Hölck, Beate Raudies und Kai Vogel sowie Kreistagsfraktionsvorsitzender Hans-Helmut Birke in ihrem Brief.

Ausgangspunkt der Initiative ist die Sorge über die Folgen der anstehenden Sanierung der L 110 zwischen Tornesch und der A 23. „Aktuell ist geplant, den den Autobahn-Verkehr aus dem Tornescher Raum während der Baumaßnahmen über Prisdorf und durch das Pinneberger Zentrum zur Anschlussstelle Pinneberg Mitte abzuleiten“, berichtet Rossmann. „Das ist ein Szenario, das auch Pinnebergs Bürgermeisterin Steinberg und Torneschs Verwaltungschef Krügel gerne vermeiden wollen.“

Für den Pinneberger Landtagsabgeordneten Kai Vogel, der auch verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten im Landtag ist, ist daher klar: „Wir unterstützen den Vorschlag, die Sanierung der L 110 zurückzustellen, bis die Pinneberger Westumgehung Ende 2018 fertig ist, und den Verkehr dann in Pinneberg Nord auf die Autobahn zu bringen.“ Und seine Elmshorner Kollegin Beate Raudies ergänzt: „Die Idee, einen Koordinator einzusetzen unterstützen auch Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke und ihr Amtskollege Volker Hatje aus Elmshorn.“

Natürlich sei den SPD-Abgeordneten klar, dass ein Koordinator Verkehrsbehinderungen nicht grundsätzlich vermeiden könne, macht MdB Rossmann deutlich. „Aber Vorausschauen und vernetztes Planen kann Staus verkürzen.“ Auch Maßnahmen wie die geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt Appen, die anstehenden Arbeiten an der L100 zwischen Elmshorn und Horst und an der L105 zwischen Pinneberg und Holm müssten deshalb Bestandteil des Koordinierungsplans sein. „Es ist gut, wenn die Sanierungsarbeiten an den Straßen in unserem Kreis zügig angegangen werden. Aber sie müssen auch so geplant werden, dass für Verkehrsteilnehmer und Anwohner jeweils die geringste Belastung damit verbunden ist“, betont Kreistagsfraktionschef Birke.

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