Von Schleswig-Holstein nach Illinois

Letztes Treffen vor der Abreise in die USA: Bjarne Jäkel aus Bönningstedt (r.) ist von SPD-MdB Ernst Dieter Rossmann als Stipendiat für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) benannt worden

Letztes Treffen vor der Abreise in die USA: Bjarne Jäkel aus Bönningstedt (r.) ist von SPD-MdB Ernst Dieter Rossmann als Stipendiat für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) benannt worden

Eisenbahner und Feuerwehrmann Bjarne Jäkel aus Bönningstedt geht für ein Jahr als Bundestags-Stipendiat in die USA

„Ich bin total  begeistert! Als einer von bundesweit nur 75 jungen Berufstätigen für ein Jahresstipendium in den Vereinigten Staaten ausgewählt zu werden, ist wirklich etwas Besonderes.“ Kurz vor der Abreise nach Arlington Heights in der Nähe von Chicago, wo er für ein Jahr seine Zelte aufschlagen wird, machte der junge Eisenbahner Bjarne Jäkel aus Bönningstedt beim Treffen mit seinem „Paten“ Ernst Dieter Rossmann kein Hehl aus seiner Freude über die Chance, in den USA Erfahrungen zu sammeln. Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete hatte ihn für die Teilnahme am Sonderprogramm des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) des Bundestags benannt und gab ihm jetzt die besten Wünsche, Geschenke für die Gasteltern und das Modell eines Feuerwehrautos mit auf die Reise: „Damit die wichtigste Freizeitbeschäftigung auch während des Auslandsjahres immer ein bisschen präsent bleibt“, machte Rossmann deutlich, der bei seiner Entscheidung für den 25-Jährigen auch das ehrenamtliche Engagement mit im Auge gehabt hatte.

Auf Jäkel warten bei seinem US-Jahr zunächst vier Monate im Community College im Nachbarort. „Das ist eine Mischung aus Berufsschule und Volkshochschule und mehr der theoretisch-schulische Teil des Aufenthalts“, macht Jäkel deutlich. Daneben geht es natürlich darum, sich in seiner Familie einzuleben und nach Möglichkeit auch am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Jäkel: „Ich verstehe mich schon auch als Botschafter meines Landes und unserer Region und bin auch sehr gespannt, was sich in den nächsten Monaten politisch in den Staaten tut.“ Das Interesse richtet sich dabei insbesondere auf die „Midterm-Elections“, den ersten echten politischen Stimmungstest für US-Präsident Trump.

Im neuen Jahr steht für den Stipendiaten dann ein praktischer Teil an. „Mit meinem deutschen Arbeitgeber, der DB AG, habe ich schon mal gesprochen, ob ein Praktikum beim US-Ableger in Kalifornien möglich wäre“, berichtet Jäkel. Der Konzern projektiert dort eine Schnellbahnstrecke – für den Eisenbahner eine hochinteressante Maßnahme, bei er sich gut vorstellen könnte, Erfahrungen zu sammeln. Aber die Entscheidung hierfür ist noch nicht gefallen. Denn schließlich ist Jäkel auch mit Leib und Seele Feuerwehrmann. „Und vielleicht finde ich ja auch etwas in diesem Bereich“, überlegt er.

Fest steht: Am 1. August 2019 will er wieder bei der S-Bahn Hamburg auf der Matte stehen, wo er als Ausbilder für Fahrdienstleiter arbeitet. Ein Treffen mit Rossmann steht dann auch wieder auf der Agenda. „Ich freue darauf, den USA-Aufenthalt dann auch gemeinsam auszuwerten“, so Jäkel.

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