Ausländische Abschlüsse schneller anerkennen

Rossmann sieht dringenden Handlungsbedarf

„Wenn 2020 das FacBild Pflegehkräfteeinwanderungsgesetz in Deutschland wirksam wird, müssen wir bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse deutlich schneller und besser werden.“ Der SPD-Bundestagsabgeordnete des Kreises Pinneberg und Vorsitzende des Bildungsausschusses des deutschen Bundestages Ernst Dieter Rossmann warnt deshalb auch ausdrücklich davor, sich auf den Ergebnissen des Anerkennungsverfahren für das Jahr 2019 auszuruhen.

Danach haben im Jahr 2018 mehr als 29 000 Menschen die Feststellung der Gleichwertigkeit in der Berufsqualifikation bei Berufen mit Bundeszuständigkeit beantragt. Das ist eine Steigerung von fast 17 % gegenüber dem Vorjahr. In mehr als der Hälfte der Verfahren konnte auch eine volle Gleichwertigkeit festgestellt werden. In nur 2,3 % musste diese vollständig abgelehnt werden. Der übrige Anteil entfiel auf eine teilweise Gleichwertigkeit. Rossmann: „Genau hier müssen Fördermaßnahmen noch mehr bekannt gemacht und ausgebaut werden.“

Auch muss es nach Auffassung des Abgeordneten endlich zu einer gleichen Regelung in allen Bundesländern kommen. Rossmann: „Die Pflegebranche hat ja Recht, wenn sie hier eine einheitliche Regelung einfordert.“ Die geplante zentrale Servicestelle Berufsanerkennung von Bundesagentur für Arbeit und den Ministerien für Arbeit und Bildung ist nach Auffassung des Abgeordneten da nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Rossmann: „Beratung hilft nicht, wenn die Rechtslage und das Angebot zur Nachqualifizierung weiter unklar bleiben. Hier muss an der Wurzel angesetzt und die Zeit bis 2020 energisch genutzt werden.“

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