Beim S-Bahn-Sofortprogramm muss jetzt auch Schleswig-Holstein mitziehen

SPD-Abgeordnete nehmen Minister Buchholz für „Runden Tisch“ in die Pflicht

„Was Hamburg kann, müsste der ‚echte Norden‘ doch erst recht können.“ Das sagen der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel und der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann mit Blick auf den Sieben-Punkte-Plan, mit dem in Hamburg jetzt wichtige Probleme der S-Bahn in Angriff genommen werden sollen. Die beiden Sozialdemokraten fordern Landesverkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) auf, einen „Runden Tisch Bahnverkehr“ mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn zu organisieren, der eine Prioritätenliste und Schnellmaßnahmen erarbeitet.

Insbesondere der erste Punkt aus dem Hamburger Plan hat es den Kreis Pinneberger Politikern angetan. „Eine schnelle Eingreiftruppe, die sich bei kurzfristigen Störungen im Schienennetz sofort kümmert, wäre gerade bei uns angesichts der Probleme auf der Trasse Hamburg-Elmshorn eine wirklich sinnvolle Einrichtung“, findet Kai Vogel, der auch verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist. Eine solche Einheit könne auffällige und störanfällige Bauteile schon austauschen, bevor sie zu Problemen führen.

Auch was Bahnübergänge und Sauberkeit in den Bahnhöfen angeht, sieht Rossmann die Hamburger Initiative als vorbildhaft. „Sicherheit und Zuverlässigkeit bei den Bahnübergängen haben auch in Schleswig-Holstein noch Luft nach oben. Hier würde sich eine Sondermaßnahme durchaus lohnen – und zwar sowohl, was den Schutz der Verkehrsteilnehmer als auch, was den Verkehrsfluss im Straßenbereich angeht.“ Während die Hamburger bei den Bahnhöfen besonders die Sauberkeit ein Anliegen ist, würde Rossmann den Auftrag im Rahmen eines Sofortprogramms für Schleswig-Holstein auch auf die Technik der Aufzüge ausweiten. Der Politiker verweist dabei auch auf den Bahnhof Elmshorn, bei dem es häufiger Probleme gibt. „Barrierefreiheit ist heute keine freiwillige Leitung mehr sondern völlig zurecht eine Pflichtaufgabe. Dazu gehört aber nicht nur der Einbau von Fahrstühlen sondern die zuverlässige technische Betreuung“, betont der SPD-Mann. „Reparaturen müssen zeitnah und solide erfolgen!“

Im Bereich der S-Bahn im Kreis Pinneberg hoffen die beiden Politiker, dass auch die Stationen Krupunder, Halstenbek, Pinneberg und Wedel von den Maßnahmen aus dem Sieben-Punkte-Plan profitieren. „Funktionierende Technik und saubere Bahnhöfe sind für viele Tausend Pendler aus dem Kreis Pinneberg wichtig. Da lohnt sich der Einsatz nicht weniger als in Lüneburg oder Buxtehude“, betonen die Abgeordneten mit Blick auf die beiden niedersächsischen Städte, die im Sieben-Punkte-Plan der Hamburger explizit benannt werden.

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