Das Motto muss sein: Nordlicht statt Schlusslicht!

Rossmann (SPD) fordert mehr Tempo bei der Schuldigitalisierung im Norden

„Die Landesbildungsministerin muss bei der Digitalisierung der Schulen im Norden endlich zu Potte kommen.“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann. Der Bildungsexperte, in Berlin Vorsitzender des zuständigen Bundestagsausschusses, moniert, dass die vom Bund für den Digitalpakt bereitgestellten Gelder nicht abgerufen werden. „Neun Bundesländer haben die nötigen Förderbekanntmachungen erarbeitet, zwei weitere sind so gut wie fertig. Und Schleswig-Holstein kämpft statt um einen schnellen Start in die digitale Zeit um die rote Laterne“, sagt Rossmann. „Dabei muss das Motto doch sein: Nordlicht statt Schlusslicht!“

Bei den Mitteln handelt es sich um den Landesanteil an den fünf Milliarden Euro, die der Bund im Rahmen des Digitalpakts Schule für die digitale Infrastruktur der Schulen bereitstellt. Von Seiten der Länder kommen noch einmal 500 Millionen Euro hinzu. „Das sind Gelder, auf die die Schulen vor Ort dringlich warten“, betont Rossmann, der den Digitalpakt in Berlin mit durchgesetzt hat. „Wenn die Umsetzung sich weiter hinzieht, heißt das konkret für die einzelnen Schulen: Das schnelle Schul-Internet, die Tablet-Klassensätze oder die Schulung des pädagogischen Personals bleiben in der Warteschlange.“

Das gemächliche Kieler Tempo bei der Erarbeitung der Förderbekanntmachung könnte zur Folge haben, dass in diesem Jahr noch gar keine Gelder aus dem Digitalpakt an Schulen im Land fließen, fürchtet Rossmann. „Bildungsministerin Karin Prien muss jetzt endlich Tempo machen, damit es wenigstens im neuen Jahr flott losgeht“, mahnt der SPD-Mann. Besonders wichtig ist ihm dabei die moderne Ausstattung an den Berufsschulen. „Dieser Bereich muss Priorität bekommen, denn dort schlagen die Praxiserfordernisse schnell durch“, betont Rossmann.

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