„Die Stör muss schiffbar bleiben!“

SPD-MdB Rossmann einig mit Steinburgs Landrat Wendt 

Themen aus den Bereichen der sozialen und verkehrlichen Infrastruktur standen im Mittelpunkt beim Antrittsgespräch des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann beim wiedergewählten Steinburger Landrat Torsten Wendt. Mitgebracht hatte der Politiker entsprechend Glückwünsche; aus Itzehoe nach Berlin mitnehmen  konnte der Politiker im Gegenzug gleich einen Arbeitsauftrag: „Die Stör muss schiffbar bleiben. Das Wasser- und Schifffahrtsamt muss mehr gegen die Verschlickung tun“, machte Wendt deutlich.

Als Bundeswasserstraße fällt die Stör in den Zuständigkeitsbereich des Bundesverkehrsministeriums, an das sich Rossmann jetzt in der Sache wenden will. „Ich habe aus unserem Gespräch mitgenommen, dass das Pressing, mit dem der Fluss bisher freigehalten wird, technisch an seine Grenzen stößt“, berichtet Rossmann. Auch die Kreispolitiker Rudolf Riep, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, und SPD-Kreisvorsitzender Lothar Schramm, unterstützten Wendt in dieser Frage. „Hier muss in Zukunft gebaggert werden. Es geht schließlich auch um die Wirtschaftsbetriebe am Fluss“, mahnte Riep. „Der Lastverkehr zwischen Elbmündung und Itzehoe muss gewährleistet bleiben!“

Eine weitere Forderung der Steinburger an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) betrifft die B5. „Die Verbindung Wilster-Brunsbüttel muss eine andere Priorität im Bundesverkehrswegeplan bekommen“, verlangten Landrat und Kreispolitiker. „Die Vierspurigkeit ist auch vor dem Hintergrund der Entwicklung des Industriegebiets Brunsbüttel für unseren Kreis ein zentrales verkehrspolitisches Anliegen.“

Bei der sozialen Infrastruktur hatte der Landrat dann eher die Landesebene im Blick. „Bei der frühkindlichen Bildung und Betreuung müssen wir die Qualität langfristig sicherstellen, weswegen das Land dem steigenden Bedarf an Fachkräften eigentlich mit einer Offensive in der Erzieherausbildung begegnen sollte“, argumentierte Wendt. Da sei es schwer zu verstehen, wenn am regionalen Berufsbildungszentrum keine dritte Klasse eingerichtet werden könne, weil dafür die Lehrkräfte fehlen. „Der qualitative und quantitative Ausbau der Kitas, der ja gesellschaftlich und politisch gewollt ist, darf nicht daran scheitern, dass zu wenig Fachpersonal da ist“, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. „Hier ist Landesbildungsministerin Prien auch persönlich in der Pflicht.“

Verabschieden wollte sich MdB Rossmann auf keinen Fall, ohne Landrat Wendt persönlich für seinen Einsatz in der Auseinandersetzung um Tiertransport in Länder wie Marokko oder die Türkei zu danken. „In dieser Frage bei Gegenwind Rückgrat zu zeigen, verdient Respekt“, betonte der Politiker. „Die Steinburger Initiative hat Dinge in Bewegung gebracht und sich deshalb weit über unsere Region hinaus gelohnt.“ Die Verantwortung für das Tierwohl ende schließlich nicht an der Grenze. „Auch für die Bundesebene bleibt dieses Thema auf der Tagesordnung“,  versicherte Rossmann. „Ich will mich gerne auch über meine Fraktion dafür einsetzen, dass es schnell bundeseinheitliche Regelungen für diesen Bereich gibt, die sich am Tierschutz orientieren. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner muss bei diesem Thema endlich den Fuß von der Bremse kriegen!“

Landrat IZ 2019

 

 

 

 

 

Diskutierten über Verkehrspolitik und Kinderbetreuung: SPD-Kreisfraktionschef Rudolf Riep, Landrat Torsten Wendt, SPD-MdB Ernst Dieter Rossmann und Lothar Schramm, Vorsitzender der Kreis-SPD.

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