Für den Schutz von Wald und Bäumen jetzt umdenken

Diskutierten mit interessierten Bürgern über Aufforstung und Waldentwicklung: SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann und „Klimabaum“-Experte Frank Schoppa.

Diskutierten mit interessierten Bürgern über Aufforstung und Waldentwicklung: SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann und „Klimabaum“-Experte Frank Schoppa.

Klare Forderungen beim Wasserturm-Gespräch des SPD-MdB Ernst Dieter Rossmann

 Frank Schoppa, Geschäftsführer beim Bund der Baumschulen Schleswig-Holstein und der Fördergesellschaft „Service-Grün“ startete sein Werben für mehr Schutz von Wäldern und Bäumen beim Wasserturm-Gespräch des SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann mit zwei guten Nachrichten. So sei das gefährliche Ozonloch über der Antarktis mit dem harten Verbot von Fluorkohlenwasserstoffen erfolgreich bekämpft worden. Auch das erste große Waldsterben durch den sauren Regen, wie es vor 30 Jahren die Menschen bewegt hatte, sei durch klare Maßnahmen in den Griff bekommen worden. Dafür sei die Gefährdung der Wälder und Bäume durch die zunehmende Trockenheit und die fehlenden Niederschläge dramatisch  angewachsen. Frank Schoppa: „In den letzten beiden Jahren hatten wir gerade im Wachstumsmonat Mai fast gar keine Niederschläge. Das bedeutet massiven Stress für die Forsten und die Bäume und ist Vorbote für ein größeres Gesamtproblem.“ Dabei seien mehr Bäume im Stadtgebiet und mehr Wald z.B. auch in Schleswig-Holstein der beste natürliche Beitrag für Klimastabilität, Luftreinhaltung, Wasserreinigung, biologische Vielfalt und ein angenehmes Kleinklima. Schoppa: „Wir können und müssen hier deutlich mehr tun, sowohl global wie lokal.“

Für den lokalen Bereich brachte der Experte bei dem SPD-Gespräch zahlreiche konkrete Anregungen in die Diskussion, von einer Grünflächenzahl bei jeder Bebauung über ein Verbot einer harten Grenzbebauung bis zur Förderung von Fassadengrün und Dachbegrünung. Auch sollten kleine Restflächen stärker für die Anpflanzung von Bäumen genutzt werden, Alleen wieder mehr eingeführt werden und klimaresistente Bäume rechtzeitig gepflanzt werden. Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann pflichtete ihm bei: „Der notwendige Schatten, den die Menschen in 40 Jahren in der Stadt von morgen mit Recht erwarten, muss jetzt  gepflanzt werden.“

Aus der lebhaften Diskussionsrunde der interessierten Gäste wurden auch Ideen wie die Wiederbelebung der Schulgärten, die Förderung von Baumpatenschaften, die Erweiterung der Stadtwälder und mehr Augenmerk auf Mini-Parks in die Diskussion gebracht. Rossmann: „Gerade in einer Stadt wie Elmshorn, die ja noch mit einem weiteren Bevölkerungswachstum um 4000 bis 5000 Menschen rechnen muss und darf, muss bei der sehr begrenzten Stadtfläche noch intensiver nach den kleinen grünen Inseln zusätzlich zu Krückaupark und Deichpark, den Stadtwäldern in Sibirien und Lieth, dem Friedhof und der Gadow-Anlage gesucht werden.“ Frank Schoppa machte hierzu auch die Anregung, über eine Landesgartenschau neuer Qualität in Elmshorn nachzudenken, die sich insbesondere dem Stadtgrün der Zukunft widmen könnte.

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