Gute Mobilität: Auf dem Land ein Anliegen für alle Generationen

Auf Einladung der SPD HöKi diskutierten die Teilnehmer des Nordgesprächs über Mobilität im ländlichen Raum.

Auf Einladung der SPD HöKi diskutierten die Teilnehmer des Nordgesprächs über Mobilität im ländlichen Raum.

SPD-Runde in Brande-Hörnerkirchen diskutierte über Verkehrskonzepte

„Passgenaue Mobilitätsmodelle machen den ländlichen Raum stark.“ Darüber waren sich jetzt beim diesjährigen „SPD-Nordgespräch“ Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig. Gemeinsam mit dem Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann diskutierten die Sozialdemokraten des Ortsvereins Brande-Hörnerkirchen diesmal über die Potenziale bei Bus, Bahn und Autoverkehr.

Als Fachmann bereicherte der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel die Runde, zu der auch der Westerhorner Bürgermeister und Amtsvorsteher Bernd Reimers und Vertreter der Landjugend gekommen waren. Der verkehrspolitische Sprecher seiner Fraktion unterstützte die Initiative der örtlichen Sozialdemokraten, die Möglichkeiten für die Einrichtung eines Bürgerbusses für den Norden des Kreises auszuloten. Insbesondere Reinhart Reiner, Chef der Brande-Hörnerkirchener SPD macht Tempo beim Thema. „Es gibt in Schleswig-Holstein schon 13 solcher Modelle“, berichtete Reiner. „Sie alle haben gemeinsam, dass sie aus der konkreten Bedürfnislage in der jeweiligen Region entwickelt worden sind.“ Er will nun gerne gemeinsam mit den Nachbargemeinden Potenzial und Risiken des Projekts sondieren.

Verkehrsexperte Vogel freut dieses Engagement. „Der Bürgerbus kann ein gutes zusätzliches Modul für den regionalen Verkehr sein“, befand der Landtagsabgeordnete. Er kennt die bestehenden Einrichtungen und warb für eine gründliche Vorarbeit: „Welchen Anlaufstellen gibt es? Wie groß sind die Kapazitäten beim Ehrenamt? Wie sollen die Bedingungen für die Nutzung aussehen? Das sind wichtige Fragen, um die es sich beizeiten zu kümmern gilt.“

Ortsvereinschef Reiner machte deutlich, dass man vor Ort das Projekt in nicht zu großen Dimensionen anlegen will: „Das wird eine aktive, aber auch überschaubare Initiative bürgerschaftlichen Engagements. Unsere nächsten Schritte müssen dabei sein zu gucken, wer bereit ist mitzumachen und Bus- und Taxiunternehmen aus unserer Region einzubeziehen.“

Einigkeit bestand dabei auch mit den Vertretern der Landjugend, dass der Bürgerbus nicht alleine für sich stehen darf. „Dieses Angebot ist natürlich kein Party- oder Shopping-Express sondern hat als ehrenamtliches Angebot vor allem eine soziale Komponente“, machte Rossmann deutlich – für SPD-Mann Reiner allerdings Grund genug, auch noch einmal auf den Ausbau des allgemeinen ÖPNV-Angebots zu dringen. „Wenn wir unsere Situation mit dem Norden des Landes vergleichen, stehen wir natürlich gut da, auch was die Verbindungen nach Kiel und Hamburg angeht. Aber wir hoffen natürlich, dass es gerade bei der Bus-Anbindung noch besser wird.“

Für die junge Generation spielen dabei auch die Ticketpreise keine geringe Rolle, wie in der Diskussion deutlich wurde. Die Idee der SPD-Abgeordneten Vogel und Rossmann, das Semesterticket für die gut 50 000 Studierenden im Land durch ein Azubi-Ticket für die jungen Menschen in Ausbildung zu ergänzen, fand denn auch die volle Unterstützung von Stefan Hülsen von der Landjugend. Und auch SPD-Ortschef Reiner machte deutlich: „Für unsere jungen Leute ist erschwingliche Mobilität eine zentrale Frage. Auch an ihr entscheidet sich, ob sie als Erwachsene dauerhaft bei uns auf dem Dorf bleiben, oder ob sie mittelfristig wegziehen.“

Dass für gute Verkehrskonzepte Kreativität nötig ist, stellte Co-Gastgeber Rossmann auch in seinem Resümee noch einmal heraus. „Ideal ist, wenn für alle Generationen im Mobilitätsbereich das richtige Angebot da ist. Dafür kommt es auch darauf an, die verschiedenen Komponenten richtig zu verzahnen“, so der Bundestagsabgeordnete.

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