Rechtzeitig auf den Grundschul-Ganztag einstellen!

Rossmann sieht langfristige Gemeinschaftsaufgabe für Bund, Länder und Kommunen

„Städte und Gemeinden sollten auch in unserer Region zeitig damit beginnen, sich auf die kommende Ganztagsbetreuung in den Grundschulen einzustellen.“ Das sagt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann. „Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts, ein  Sondervermögen für den Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter einzurichten, ist der erste Schritt auf dem Weg zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2025 gemacht. Gute Vorbereitung wird sich dann auszahlen.“

Mit dem Sondervermögen soll nach Rossmanns Angaben die Grundlage dafür gelegt werden, dass die zwei Milliarden Euro Bundesmittel für den Ganztagsausbau in den kommenden Jahren zielgerichtet an die Länder und Kommunen fließen können. „Damit kommen wir unserem Ziel ein Stück näher, in dieser Legislaturperiode den Einstieg in den Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter zu schaffen“, erklärt der Abgeordnete. Unter anderem gehe es darum, in kindgerechte Räume und vor allem auch in kompetentes Personal zu investieren. Rossmann: „Eine gute Ganztagsförderung braucht Strukturen, in denen Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule gut und auf Augenhöhe zusammenarbeiten können.“

Für den Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Bundestag kommt es jetzt darauf an, dass Bund, Länder und Kommunen die Ganztagsbetreuung gleichermaßen als gemeinsames Langzeitprojekt begreifen. „Für mich ist klar, dass die Einführung nicht auf einen Schlag geschehen kann“, macht der Parlamentarier deutlich. „Vorstellbar wäre dabei zum Beispiel ein über vier Jahre laufender Prozess, bei dem ein aus der Kita-Zeit kommender Erstklässler-Jahrgang mit der neuen Betreuung startet und das Angebot dann über dessen Grundschulzeit aufwächst.“ Wichtig sei jedenfalls, dass sich die Kommunen bei Zeiten auf die neue Aufgabe vorbereiten.

Der Bildungsexperte sieht den Bund indessen auch über den Zwei-Milliarden-Topf hinaus in der Pflicht. „Es ist politischer Wille, mit einer Ganztagsbetreuung, die Bildung, Erziehung und Betreuung zusammenführt, etwas für mehr Chancengerechtigkeit zu tun und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern“, erklärt Rossmann. „Dafür ist das Sondervermögen ein sehr guter erster Aufschlag. Dabei sind natürlich auch Länder und Kommunen gefordert. Ich werde mich aber gerne dafür einsetzen, dass auch aus Berlin noch mehr kommt.“

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