Schulische Berufsausbildung auf allen Feldern weiter ausbauen!

Rossmann (SPD) fordert mehr Engagement im Pflegebereich

Auf die wachsende Bedeutung der schulischen Berufsausbildung hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann jetzt im Rahmen der Bundestagsdebatte zur beruflichen Bildung hingewiesen. Einer positiven Entwicklung im Erzieherbereich steht dabei eine Stagnation im Pflegebereich gegenüber. „Die Regierung muss jetzt mit ihrem Altenpflegekonzept ordentlich Schwung machen“, forderte Rossmann.

Insgesamt umfasse die schulische Berufsausbildung einen Anteil von 35 Prozent an der nicht akademischen Ausbildung, machte Rossmann deutlich: „Das ist eine Riesenzahl!“ Insbesondere bei den Erzieherberufen sei eine echte Erfolgsentwicklung zu beobachten. „Plus 32 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Das ist ein gutes Zeichen“, betonte der SPD-Mann. Er sieht in den jetzt rund 105.000 Teilnehmern dieser schulischen Maßnahmen ein Ergebnis erhöhter Anstrengungen der Länder und Kommunen und erwartet durch die Neuregelung bei den Ausbildungsvergütungen und die Kita-Offensive von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey einen weiteren Schub für die duale Erzieherausbildung in den Lernorten Betrieb und Schule.

In der Gesundheitsbranche, dem mit 220.000 Plätzen zweiten starken Bereich schulischer Ausbildung vermisst Rossmann eine solche Dynamik bisher. Zwar sei die Zahl stabil. „Aber das reicht eben nicht“, betonte Rossmann. „Wir brauchen deutlich mehr Altenpflegerinnen und Altenpfleger.“ Die Regierung müsse deshalb Schwung machen. „Damit wir auch über 30 Prozent Zuwachs bei der Altenpflege bekommen, brauchen wir auch die Dynamik der jetzt startenden Konzertierten Aktion Pflege von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesseniorenministerin Franziska Giffey und Bundessozialminister Hubertus Heil“, machte der Abgeordnete deutlich. Im Ausbildungsbereich sieht die Initiative vor, die Zahlen der ausbildenden Einrichtungen und der Auszubildenden bis 2023 im Bundesdurchschnitt um jeweils zehn Prozent zu steigern und mit einer Informations- und Öffentlichkeitskampagne für die neuen Pflegeausbildungen zu werben. „Außerdem sollen durch die Verbände der Pflegeeinrichtungen mindestens 5.000 Weiterbildungsplätze zur Nachqualifizierung von Pflegehelferinnen und -helfern eingerichtet werden“, so Rossmann.

Bei der Debatte des Bundestags ging es um die erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzes zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung. Ziel dieses Pakets ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der dualen beruflichen Bildung. Schwerpunkte sind dabei die Einführung des Azubi-Mindestlohns, die Stärkung und Weiterentwicklung der „höherqualifizierenden“ Berufsbildung sowie die Verbesserung der Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung.

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