550 Millionen Euro zusätzlich für den digitalen Unterricht

Rossmann (SPD) erwartet rund 1,7 Millionen Euro für die Schulen im Kreis Pinneberg

Das 550 Millionen Euro Sofortausstattungsprogramm für Schulen kann jetzt an den Start gehen, nachdem der Bund und die Länder die dafür notwendige Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt Schule auf den Weg gebracht haben. „Digitaler Unterricht zu Hause wird den Präsenzunterricht noch länger ergänzen müssen. Der Bund unterstützt jetzt die Schülerinnen und Schüler, die bisher kein digitales Endgerät haben“, so der Kreis-Pinneberger SPD-Abgeordnete Rossmann.

Schülerinnen und Schüler, bei denen Online-Unterricht aus Mangel an Geräten bislang keine Option war, sollen mit Tablets oder Laptops ausgestattet werden. Rossmann: „Es darf nicht der Geldbeutel der Eltern darüber entscheiden, ob Schülerinnen und Schüler am digitalen Fernunterricht teilhaben können. Das ist eine entscheidende soziale Frage. Für dieses Programm hat die SPD hart gekämpft und es ist gut, dass es jetzt an den Start geht“.

Besonders freut sich der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag darüber, dass für Schleswig-Holstein damit 17 Millionen Euro Bundesmittel zusätzlich zur Verfügung stehen. Rossmann: „Dazu kommen dann noch einmal mindestens 10 Prozent von den Ländern. Hier steht jetzt also auch die Landesregierung Schleswig-Holstein in der Pflicht.“

Die Laptops, Notebooks und Tablets – explizit ausgenommen sind Smartphones – werden je nach Landesregelung von den Ländern oder den Schulträgern beschafft. Schülerinnen und Schüler, die ein Tablet oder Notebook brauchen, erhalten dies dann durch die Schulen. Die Geräte gehen nicht in den Besitz der Kinder und Jugendlichen über, sondern werden als Leihgeräte zur Verfügung gestellt.

Für den Fall, dass kein Internetanschluss vorhanden ist, wird auch hier an einer Lösung gearbeitet: „Wir wissen, dass das alles nur wirklich helfen kann, wenn im Haushalt auch ein notwendiger Internetanschluss vorhanden ist. Der Bund verhandelt zurzeit mit wichtigen Mobilfunkanbietern über eine unkomplizierte Lösung. Der Bildungspolitiker betont außerdem: „Es ist wichtig, dass die Hilfen jetzt schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Kein Kind darf wegen des Fernunterrichts zurückgelassen werden.“

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