Rossmann und Hölck informieren sich vor Ort

Erleichterung über den Fortbestand des Uetersener Traditionsunternehmens war der prägende Eindruck bei einem Betriebsbesuch der SPD-Abgeordneten Ernst Dieter Rossmann (Bundestag) und Thomas Hölck (Landtag) sowie des Ratsherrn Ingo Struve bei der Feldmuehle. Im Gespräch mit Betriebsrat und Geschäftsführung informierten sich die Politiker über Sachstand und Perspektiven des Betriebes.

„Wir haben großen Respekt für die Unternehmenstreue und den Durchhaltewillen der Belegschaft“, machten die drei SPD-Vertreter gegenüber Betriebsratschef Thorsten Buthmann und seinen Kollegen aus der Arbeitnehmervertretung deutlich. Dass die gut 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Unternehmensleitung stets an einem Strang gezogen und dafür gesorgt hätten, dass die Maschinen auch in schwierigen Zeiten gelaufen seien, sei sicher ein wesentlicher Grund dafür, dass es weiterhin eine Perspektive für die Feldmuehle gebe.

Die Beteiligungsgesellschaft Kairos Industries hatte die Feldmuehle Uetersen vor wenigen Wochen nach der Insolvenz des Unternehmens im Januar übernommen. Mit einer modifizierten Produktausrichtung – nassfestes und nicht nassfestes Etikettenpapier, flexibles Verpackungspapier, grafisches Papier, Zellstoffkarton und Liner – soll der Betrieb jetzt wieder auf Gewinnkurs gebracht werden. „An neuen Produkten wurde auch die vergangenen Monate über ständig weitergearbeitet. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass im Unternehmen von allen Seiten nach vorne gedacht wird“, betonten Struve, Rossmann und Hölck. Die SPD-Politiker wollen im Herbst noch einmal zu einem Betriebsbesuch nach Uetersen kommen.

Rossmann würdigte dabei auch die Konzessionen der Mitarbeiter: „Dass zu den Zugeständnissen der Belegschaft dabei auch ein bis Ende 2019 befristeter Gehaltsverzicht von zehn Prozent gehört, darf nicht vergessen werden. Das ist jetzt auch für die neuen Eigner eine besondere Verantwortung!“ Dabei sei es ein gutes Signal an die Beschäftigten, dass auch von Seiten der Geschäftsführung viel dafür getan worden sei, eine möglichst große Zahl an Arbeitsplätze zu erhalten. Für 400 der 420 Stellen hatte das schließlich geklappt.

Rossmann sieht im engen Schulterschluss von Betriebsrat, Gewerkschaft und örtlicher Geschäftsführung auch eine wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg auf dem hart umkämpften Markt der Papierproduktion, wie er Geschäftsführer Heiner Kayser gegenüber deutlich machte.